Titelaufnahme

Titel
"So zu leben wie ma sich das selber vorstellt" : subjektives Verständnis von Lebensqualität sowie die Gestaltung und Bewältigung des Lebens auf Basis des Kohärenzgefühls / vorgelegt von Tina Jessner
Verfasser/ VerfasserinJessner, Tina
Begutachter / BegutachterinEgger Rudolf
Erschienen2012
Umfang100 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl.
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Lebensqualität / Befindlichkeit / Kohärenz <Psychologie> / Lebensqualität / Befindlichkeit / Kohärenz <Psychologie> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36166 Persistent Identifier (URN)
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"So zu leben wie ma sich das selber vorstellt" [0.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Beschäftigung mit dem Konstrukt Lebensqualität, mit dem guten Leben an sich, ist seit jeher Thema der Menschheit. Von aktuellem wissenschaftlichen Interesse ist das kollektive Wohlbefinden im Sinne der Wohlfahrt und Qualität von Gesellschaften, sowie das individuelle Wohlbefinden von Subjekten. So ist hier ebenfalls der subjektive Ansatz, das subjektive Verständnis von Lebensqualität als das `Leben nach den eigenen Bedürfnissen:so zu leben wie ma sich das selber vorstellt`, wie auch die dementsprechende Gestaltung des Lebens, respektive das dahinterstehende Phänomen welches dies unter anderem ermöglicht, von Interesse. Im Zuge einer Fallkontrastierung haben sich neben grundsätzlich verschiedenen Themen Beruf, Finanzlage, zwischenmenschliche Beziehungen als gemeinsame, jedoch mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen, die Lebensqualität definierende Aspekte ergeben. Die Bewältigung und die Gestaltung des Lebens entsprechend dem jeweiligen Verständnis, werden in Zusammenhang mit dem medizinsoziologischen Konzept des Kohärenzgefühls nach Antonovsky (1997) gesetzt, welches ebendieses unter anderem als generelle Ressource zur Entfaltung der Individualität sowie der Gestaltung der Lebenswelt beschreibt. Das Kohärenzgefühl wird besonders in komplexen Lebenssituationen in Form von Handlungsmöglichkeiten sowie Strategien zur Bewältigung sichtbar. In der Betrachtung dieser in der jeweiligen Biographie, können unter anderem Sinngebung, das Abwenden von chronischen Stressoren, die Aktivierung von sozialen Netzwerken in der Bewältigung, zur Gestaltung des Lebens, entsprechend der eigenen Bedürfnisse erkannt werden. Als Forschungszweig wurde die Biographieforschung, als Methode das narrative Interview gewählt. Im Sinne des theoretical samplings erfolgte die Maximierung von Merkmalen zwischen dem/der BiographieträgerIn. Als Interviewpartner wurde ein kinderloser Millionär, als Interviewpartnerin eine fünffache Mutter mit finanzieller Notwendigkeit zur Erwerbstätigkeit gewählt.

Zusammenfassung (Englisch)

The preoccupation with the construct of quality of life and with the good life as such has always been an essential issue in human life. The scientific interest has been put on collective well-being in the sense of welfare and quality of societies, as well as on individual well-being. The latter, the subjective understandings of quality of life, meaning ?life in accordance with individual needs: to live as one wishes?, the individual life designs as well as the underlying phenomena which facilitate such individual life projects, are at particular interest here. In the course of the application of case comparison, profession, financial situation, as well as interpersonal relations turned out to be common, even if differently stressed, determining factors for quality of life. The individual understandings of the organization and coping of life are linked to the medical-sociological concept of sense of coherence developed by Antonovsky (1997) which is regarded as a resource to shape life and to develop individuality. In complex life situations, the sense of coherence is particularly visible in terms of potential options for actions and coping strategies. Regarding them with respect to the particular biographies, sensegiving, the avoidance/prevention of chronic stress factors, and the activation of social networks turned out to be indicative of ways of organizing life in accordance with individual needs. The approach of biographical research and the method of narrative interview were chosen to accomplish the research question. In accordance with the concept of theoretical sampling, individual characteristic traits were accumulated. For this research, a childless millionaire and a mother of five having a financial need for employment served as interviewees to provide individual insights into their subjective understandings of quality of life.