Titelaufnahme

Titel
Tongeschlecht, Teiltonkennungsmechanismen und Lateralität / von Peter Wehle
Verfasser/ VerfasserinWehle, Peter
Begutachter / BegutachterinSchulter Günter ; Papousek Ilona
Erschienen2012
Umfang128 S. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst., Notenbeisp.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
SchlagwörterOnline-Publikation
Schlagwörter (GND)Tongeschlecht / Teilton / Unterscheidung / Lateralität / Tongeschlecht / Teilton / Unterscheidung / Lateralität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-35903 Persistent Identifier (URN)
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Tongeschlecht, Teiltonkennungsmechanismen und Lateralität [1.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zu Beginn der Arbeit standen die Fragen: -) Welches Ton-Material benötigt man, um Moll von Dur unterscheiden zu können? -) Schwingen bei der Unterscheidung von Moll und Dur automatisch emotionelle Bewertungen mit? Hat dieses Diskriminations-Vermögen einen direkten Bezug zum Bereich der Lateralität?Für die nun folgenden Versuche wurden daher Dreiklänge herangezogen, deren Teiltonzusammensetzungen verändert wurden.Die Hypothesen lauteten:-) Die Teiltonkonstellationen der Terz des jeweiligen Dreiklangs und die veränderten Akkord-Versionen erlauben es, den typischen Charakter des Tongeschlechts zu erkennen und dadurch Dur von Moll zu unterscheiden. -) Linksohrig dargebotene Akkorde werden größere und den typischen Charakteren der beiden Tongeschlechter entsprechendere Beurteilungs-Unterschiede zur Folge haben als rechtsohrig dargebotene.Die Auswertung erfolgte mit Hilfe einer multivariaten Varianzanalyse mit Messwiederholung auf allen drei Faktoren.Die ambivalenten Ergebnisse lassen zwar darauf schließen, dass die Teiltöne der Terz für das Unterscheiden von Dur und Moll und das Erkennen der damit verbundenen typischen Eigenschaften wie ?fröhlich? oder ?traurig? offenbar schon zuständig sind, dass es aber nicht die für diese Arbeit veränderten Teiltonkonstellationen, sondern die Teiltonkonstellationen der ganz normalen Moll- bzw. Dur-Akkorde sind, die am deutlichsten die Unterschiede erkennen lassen. Ob die Teiltonkonstellationen, die den größten Unterschied zwischen Dur und Moll erkennen lassen, sich aus psycholphysiologischen Gründen herausgebildet haben oder ob ihr Werden auf einen Lernprozess der abendländischen Kultur beruht, wird die weitere Forschung zeigen.

Zusammenfassung (Englisch)

At the beginning the following questions were up for debate:-) What ist the minimum of sound material one needs to distinguish differences of musical modes?-) Are there specific emotions automatically generated while listening to music in minor and major mode?-) Ist there a relation between the ability for distinguishing differences of mode and laterality?In the following experiments the partial-tone-structure of triads was modified with a computer program. The following hypotheses have been established.-) The partial-tone-structure of the triads third enables the test subjects to recognize the typical major/minor-character and to distinguish differences of mode.-) There is a left-ear-advantage in distinguishing differences of major-minor-mode.For the statistical evaluaion a MANOVA with repeated measures was used.The ambivalent results show the coherence of the structure of the triads partial tones with the ability to distinguish differences of mode and their typical emotional characters.But it was the partial-tone-structure of normal triads and not the modified partial-tone-structure, which showed best results in distinguishing differences of mode.Whether these special partial-tone-structures were the results of the psychophysiological genesis of human brains nature or of a learning process of music listeners in occidental culture, further research would have to explore.