Titelaufnahme

Titel
Examining trust behavior of elementary school children using trust games / Hannah Eliane Ertl
Verfasser/ VerfasserinErtl, Hannah Eliane
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2012
Umfang82 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Grundschulkind / Vertrauen / Grundschulkind / Vertrauen / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-35724 Persistent Identifier (URN)
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Examining trust behavior of elementary school children using trust games [7.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie beschäftigte sich mit der Frage, inwieweit und unter welchen Bedingungen Volksschulkinder im Alter von 9 bis 10 Jahren einem unbekannten, gleichaltrigen und gleichgeschlechlichen Kind in Vertrauensspielen vertrauen. Darüber hinaus, untersuchte diese Studie, ob lerntheoretisch begründete Variablen wie Anzahl an Geschwistern, Geburtsreihenfolge, Anzahl an Freunden und Körpergröße und die zusätzliche Variable Erwartung positiver Reziprozität im Zusammenhang mit Vertrauensverhalten stehen. 92 Volksschulkinder spielten zwei kinderfreundliche Vertrauensspiele, in denen die Kinder die Möglichkeit hatten einem anderen Kind, welches über ein Foto repräsentiert war, zu vertrauen oder nicht zu vertrauen. Ein drittes Spiel untersuchte altruistisches Verhalten und konnte sicherstellen, dass es sich bei dem in den Vertrauenspielen gezeigten Verhalten tatsächlich um Vertrauensverhalten und nicht um altruistisches Verhalten handelte. Die zwei Vertrauensspiele unterschieden sich in ihrem möglichen Ergebnis, mit dem Ziel festzustellen, inwiefern das Verhalten der Kinder auf einer Präferenz für Gerechtigkeit oder den eigenen Gewinn basiert. Weiters wurden die Kinder zu den Motiven ihres Verhaltens in den Vertrauensspielen befragt. Die Ergebnisse zeigten keinen Unterschied im Vertrauensverhalten von Volksschulkindern in den beiden Vertrauenspielen. Die Erwartung positiver Reziprozität stand in positivem Zusammenhang mit Vertrauensverhalten. Auch die Anzahl der Freunde korrelierte positiv mit dem Vertrauensverhalten im Vertrauensspiel mit einem größeren möglichen Gewinn. Die Anzahl an Geschwistern von Buben stand in negativem Zusammenhang mit ihrem Vertrauensverhalten im Spiel mit einem gerechtem Ergebnis. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass das Vetrauensverhalten von Volksschulkindern stark durch soziale Lernerfahrungen beeinflusst wird.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study investigated the question of whether and under which conditions elementary school children at the age of 9 to 10 trust another unfamiliar, same aged child of the same gender in trust games. Furthermore, the study examined whether variables derived from learning theory, that is, number of siblings, birth order, number of friends, and height and the additional variable expected reciprocity were associated with trust behavior of children at this age. In order to measure the observable manifestation of trust, i.e. the trust behavior, 92 children played two child-adapted trust games, in which they had the choice to either trust or mistrust another child who was shown on a picture. A third game examined altruistic behavior in order to ensure, that the behavior shown in trust games was actual trust behavior as opposed to altruistic behavior. The two trust games differed in the possible outcome alternatives with the goal to determine if children base their decision on either fairness or benefit concerns. Moreover, the children were questioned about their motives for trusting or not trusting in the trust games. The results demonstrated no difference of trust behavior between the varying conditions of both trust games, that is, a game with a fair outcome on one hand, and a game with an unequal outcome with a lot to gain, just as a higher risk of betrayal on the other hand. Expectations of positive reciprocity and trust decisions were positively associated. Children with a lot of friends were more likely to trust than children with fewer friends in the trust game with a higher potential benefit. The number of siblings of boys was negatively associated to their trust decisions in the trust game with a fair outcome. Over all, the results indicated that especially experience of positive reciprocity, i.e. social learning, affects trust behavior of elementary school children.