Titelaufnahme

Titel
The language of Facebook : a linguistic analysis of status updates / vorgelegt von Gernot Schirmbacher
Verfasser/ VerfasserinSchirmbacher, Gernot
Begutachter / BegutachterinReitbauer, Margit
Erschienen2012
Umfang92, [9] Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Facebook / Sprachstil / Facebook / Sprachstil / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-35503 Persistent Identifier (URN)
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The language of Facebook [1.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Internet bietet neben E-Mails, Instant-Messenger und Blogs auch die Möglichkeit, sich über soziale Netzwerke darzustellen und zu kommunizieren. Jede Form der Kommunikation über das Internet ist durch technologische, bspw. Art der Übertragung oder Formatvorgaben, und soziale Faktoren, bspw. Teilnehmerfeld oder Kommunikationsregeln, beeinflusst. Das soziale Netzwerke Facebook bietet seinen NutzerInnen die Möglichkeit, sich über sogenannte Status Updates ihren "Freunden" mitzuteilen. Der Korpus dieser Arbeit besteht aus 449 Status Updates, alle von Amerikanischen NutzerInnen verfasst. Bei der Untersuchung der Updates auf Vorkommen von unkonventionellen Schreibweisen, Abkürzungen, Comic-ähnlichen Ausdrücken, Wörtern die zwischen Sternen geschrieben sind, Emoticons und Symbolen wird deutlich, dass diese hauptsächlich von unter 30-Jährigen verwendet werden, die per Handy posten. Die syntaktische Analyse zeigt, dass die Länge der Beiträge hauptsächlich vom verwendeten Eingabemedium abhängig ist. Status Updates die per PC veröffentlicht wurden, sind im Durchschnitt fast doppelt so lang wie Beiträge, die per Handy gepostet wurden, was sich durch das kompliziertere Eingabeinterface erklären lässt. Auch zeigt sich, dass die NutzerInnen von Facebook größtenteils über sich selbst schreiben. Während PC-Benutzer eher über vergangene Begebenheiten posten, tendieren Benutzerinnen, die per Handy posten, dazu, über ihre aktuelle Situation oder Aktivität zu schreiben. Ein Blick auf die Typographie der Status Updates verrät, dass vor allem unter 30-Jährige NutzerInnen dazu tendieren, ihre Status Updates ausschließlich in Kleinschreibung zu verfassen. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass sie es aus anderen Bereichen, bspw. SMS oder Chatrooms, so gewohnt sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tendenz der Verwendung von an das Internet angepasster Sprache klar in Richtung von unter 30-Jährigen geht, die ihre Status Updates per Handy online stellen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Internet offers several ways to communicate: E-Mails, Instant Messenger clients and blogs but also social networks. Every single service is influenced by technological (e.g. message transmission, message format) and social (e.g. participation structure, norms) factors. One of the main features of the social network Facebook is the option to publish status updates. The corpus of this thesis consists of 449 Status Updates, all posted by US-American citizens. The analysis of unconventional spelling, abbreviations, comic expressions, words in asterisks, emoticons and symbols has shown, that they are mainly used by users below 30 years of age who use their mobile phone to submit their status updates.The syntactical analysis has shown that the length of a status update depends on the medium that is used. Status updates which have been published via personal computers are twice as long as status updates which have been submitted via mobile phones on average. This is due to the more complicated way of typing on mobile phones. Furthermore, it has shown that users mostly write about themselves. Users who use mobile phones to submit their postings mostly write about current situations or activities, and users who post their updates via personal computers rather write about past events.Primarily users below 30 years of age tend to write their status updates in all lower-case, which might be due to a habit they have adopted writing text messages and participating in chat-rooms where this behavior is common.To sum up, it can be said that mainly users below 30 years of age who use their mobile phones to submit their status updates, tend to use linguistic features typical for computer mediated communication.