Titelaufnahme

Titel
Eine empirische Studie zur Vorbereitung auf Einsätze im Bereich des Bildungsdolmetschens / vorgelegt von Karin Hasenhütl
Verfasser/ VerfasserinHasenhütl, Karin
Begutachter / BegutachterinGrbic Nadja
Erschienen2012
Umfang127 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bildungswesen / Gebärdensprache / Gehörlosigkeit / Dolmetschen / Vorbereitung / Bildungswesen / Gebärdensprache / Gehörlosigkeit / Dolmetschen / Vorbereitung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-35278 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Eine empirische Studie zur Vorbereitung auf Einsätze im Bereich des Bildungsdolmetschens [0.81 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Quantitative Studien über den Einsatz von Gebärdensprachdolmetscherinnen haben gezeigt, dass in den letzten Jahren ein starker Anstieg der Aufträge im Bildungsbereich verzeichnet werden konnte. Bei eingehender Untersuchung dieses Settings zeigen sich einige Besonderheiten, die das Dolmetschen besonders schwierig gestalten, wodurch eine gezielte Vorbereitung auf Einsätze unabdingbar scheint. Obwohl die Wichtigkeit der Vorbereitung weitgehend bekannt ist und auch in der Literatur häufig angeführt wird, gibt es kaum konkrete Hinweise, wie sich Gebärdensprachdolmetscherinnen vorbereiten könnten oder sollten. Ebenso sind bislang keine empirischen Studien zu diesem Thema publiziert worden.Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, im Rahmen einer empirischen Untersuchung Beobachtungen von Vorbereitungstätigkeiten in der Praxis sowie anschließende problemzentrierte Interviews durchzuführen und aufgrund dieser in weiterer Folge sowohl Einzelfallanalysen als auch vergleichende Analysen zu erstellen. Dadurch sollte ein erster Einblick in die Vorbereitungstätigkeiten von Gebärdensprachdolmetscherinnen ermöglicht werden. Bei der Wahl der Beobachtungssituationen wurde darauf geachtet, die Diversität hinsichtlich der Bildungssektoren als auch im Hinblick auf die Gebärdensprachdolmetscherinnen und Kundinnen möglichst hoch zu halten. Dadurch sollten unterschiedliche Strategien und Vorgehensweisen bei der Vorbereitung direkt vor dem Einsatz beobachtet und dokumentiert werden. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Vorbereitung in zahlreiche Kategorien und Strategien gegliedert werden kann, bei denen teilweise sehr ähnlich vorgegangen wurde, gelegentlich aber auch deutliche Diskrepanzen auftraten. Auffallend zeigte sich jedoch, dass sowohl die organisatorische Vorbereitung im Vorfeld, als auch die Kontinuität von Einsätzen im Bildungsbereich und der dadurch erhöhte Bekanntheitsgrad zahlreicher Einsatzfaktoren ausschlaggebend für eine gezielte Vorbereitung zu sein scheinen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the course of the last years, quantitative studies with focus on sign language interpreters? assignments have shown a great increase in educational settings. On closer consideration this setting can be described as extremely diverse and bristled with difficulties for the interpreter. Therefore, careful preparation is vital to successful interpreting. Even though this fact is widely known and has already been mentioned in several papers, hardly any guidelines on how to prepare properly could be found. Moreover, no empirical studies on this topic have been published so far. Hence, the work in hand aimed at using an empirical study in order to observe real-life interpreter preparation and conduct a problem-centred interview. Information drawn from these cases should be analysed individually as well as in comparison to each other, which should give a first insight into the preparatory operations of sign language interpreters. When choosing different situations that should be observed the focus was on high diversity, particularly regarding education sectors, interpreters and customers. As a result, different preparatory strategies and approaches that are applied right before the assignment should be identified. The results have shown that preparation includes different types and strategies which were sometimes applied very similarly, but at other times interpreters used highly contrasting approaches. In conclusion, it is salient that organisational preparation seems essential for successful interpreting preparation, as well as assignment continuity which consequently increases the degree of familiarity within an interpreting situation.