Titelaufnahme

Titel
Entwicklungen gegenwärtiger Erfolgskulturen : über den Umgang mit dem Scheitern als gesellschaftlicher Mehrwert / vorgelegt von Anna Rosa Sophie Rieß
Verfasser/ VerfasserinRiess, Anna Rosa Sophie
Begutachter / BegutachterinVerhovsek Johann
Erschienen2012
Umfang151 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Scheitern / Scheitern / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-35173 Persistent Identifier (URN)
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Entwicklungen gegenwärtiger Erfolgskulturen [3.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem ambivalenten Thema Erfolg. Dieses gesellschaftliche, als auch individuelle Phänomen, wird in vielschichtiger Weise behandelt. Darüber hinaus wird die Kehrseite, das Scheitern, dem Erfolg gegenüber gestellt. Dieser Teil verdeutlicht die Ausformung hin zu einer gegenwärtigen ?Erfolgskultur?. Der historische Fokus wird auf den Einfluss der Lehren von Charles Darwin erweitert. So wird im neoliberalen Gedankengut der darwinistische Wettbewerb als Begründung für die Stellung von Menschen innerhalb der gegenwärtigen Gesellschaft festgelegt. In einem weiteren Abschnitt wird das Abhandenkommen von Traditionen und Sicherheiten verfolgt. In der stetig rationalisierten Fortschrittsidee, von der die Zeit ab ca. 1900 geprägt war, erfolgte eine ?Entzauberung der Welt?. Menschliche Leistung unterliegt heute primär wirtschaftlichen Interessen. Die Rationalisierung des ökonomischen Nutzens des Einzelnen ist bereits in den wirtschaftsphilosophischen Arbeiten von Adam Smith ein zentrales Thema, dessen Lehren ebenfalls Teil der Auseinandersetzung in dieser Arbeit sind. In der vorliegenden Diplomarbeit wird überdies den Relationen zwischen Arbeit und Prekarität nachgegangen. Über einen Arbeitsplatz zu verfügen ist entscheidend, wenn es um die Teilnahme an Gesellschaft und die Position innerhalb dieser geht. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist allgegenwärtig und muss individuell ausgehandelt werden. Heute, so scheint es, werden Menschen nach ihren Kapitalien wie Bildung, Geld oder sozialen Beziehungen eingeordnet. GewinnerInnen und VerliererInnen entstehen über die Aushandlung der jeweiligen Leistung und der fortwährenden Produktion individuellen Nutzens. Um einen alltäglichen Bezug zum Thema herzustellen, werden im empirischen Teil der Arbeit vier Fallgeschichten erörtert. Sie verdeutlichen die Relevanz der Themen ?Erfolg? und ?Scheitern? in der gesellschaftlichen Gegenwart.

Zusammenfassung (Englisch)

The diploma thesis in hand deals with the ambivalent subject of success. Within this complex examination, success is seen as a societal and individual phenomenon. In contrasting juxtaposition, failure will be analyzed as a downside to success. The historical approach commences with the portrayal and the influence of the figure Charles Darwin. The description of an immense loss of tradition and safety, the steady progress of which the turn of the century were marked, brought along a "disenchantment". Nowadays, human performance is subject to economic interests. The same economic benefits of the individual, were already mentioned in the works of Adam Smith. In consequence, the concept of work and precariousness will be exposed within this diploma thesis. Work is a crucial factor when it comes to participation within society. To be able to work can guarantee a place within society. To be unemployed often sparks societal disorientation in consequence. Job loss means to be facing a loss of status. Even the religious affiliation, according to Max Weber and his work ?The Protestant Ethic and the Spirit of Capitalism?, can become associated to success. Success, prestige, the actual status of a person is defined by mentioned resources. Neoliberal values produce categories wherein the individuals' capacities determine their status of either 'winner' or 'loser'. Individuals' performances within a day-to-day battle seem to work on justifying their societal value. Four empirical profiles illustrate the relevance and complexity of success and failure within the present society.