Titelaufnahme

Titel
Beiträge zur Symbolik steirischer Grabmäler aus dem Kulturbereich des Montanwesens / vorgelegt von Helga Kröll
Verfasser/ VerfasserinKröll, Helga
Begutachter / BegutachterinJontes Günther
Erschienen2012
Umfang211 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Steiermark / Bergmann / Bestattungsritus / Steiermark / Bergmann / Bestattungsritus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-35160 Persistent Identifier (URN)
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Beiträge zur Symbolik steirischer Grabmäler aus dem Kulturbereich des Montanwesens [13.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Helga KröllBeiträge zur Symbolik steirischer Grabmäler im Kulturbereich des MontanwesensIn der vorliegenden Arbeit wurde neben der Darstellung der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Montanwesens dem Lebens- und Jahrlauf des Berg- und Hüttenmannes ein breiter Raum gewidmet. Sein Leben, das sich durch ein hohes Berufsethos und Gemeinschaftsgefühl auszeichnete, war von der Geburt bis zum Tod von Ritualen begleitet. Trotz des Kulturwandels und des sozialen Aufstieges, der im 19. und 20. Jahrhundert auch das Montanwesen erfasste, hat die Montankultur Eigenarten bewahrt, die bis heute erhalten geblieben sind. Die Barbarafeier am 4. Dezember und der Ledersprung, mit dem Studenten und Bergleute symbolisch in ihren Stand aufgenommen werden, sind noch heute Höhepunkte des montanistischen Brauchlebens im Jahrlauf. In der Steiermark wird von den Knappschaftsvereinen noch immer das Brauchtum um Tod und Begräbnis gepflegt. Dies kommt auch durch bergmännische Symbole auf den Grabmälern zum Ausdruck. Das gestürzte Bergwerkssymbol ?Schlägel und Eisen? und der umgestürzte Hunt gelten als Metapher für den Tod, der alles umdreht. Die Darstellung eines Stollenmundes als Symbol für den Übergang in die Ewigkeit, weibliche Trauerfiguren sowie trauernde und weinende Knappen findet man vor allem auf Grabmälern von höheren Montanbeamten oder Gewerken. Auch Inschriften wie der Bergmannsgruß ?Glück auf!? oder ?Letzte Grubenfahrt? sind auf den Grabsteinen eingraviert. Die Grabstätten der Vordernberger Radmeister unterscheiden sich von vielen anderen steirischen Montanistengräbern durch ihre kunstvolle Gestaltung, die dem Repräsentationsbedürfnis einer gesellschaftlich privilegierten Schicht entsprach.Konkrete Beispiele als Ergebnis wiederholter Besuche auf Friedhöfen in der obersteirischen Bergbauregion, in denen alle Schichten aus dem Montanwesen begraben sind, nehmen einen Großteil der vorliegenden Arbeit ein und sollen die dargestellten Symbole näher erläutern.

Zusammenfassung (Englisch)

Helga KröllContributions to symbolism of Styrian tombs in the field of mining cultureAbstract In this work an extended space has been given both to technical and economical developments in the mining industry and the yearly life circle of man engaged in mining. His life, marked by high work ethics and social feeling, was accompanied by rituals from birth to death.In spite of cultural change and social advancement which also concerned mining in the 19th and 20th century, the mining culture has conserved specialities which have remained until today. The celebration of Saint Barbara?s day on the 4th of December and the ?Ledersprung?, with which students and miners are symbolically affiliated into their profession, are still highlights of the montanistic tradition course of the year.In Styria the old traditions around death and funeral are still maintained by the ?Knappschaftsvereine?. This is proved by the symbols of mining on the tombstones. The upside-down symbol of ?hammer and chisel? and the overturned ore car are metaphors for the death reversing everything. A mine entrance as a symbol for the transition into eternity, female mourning figures as well as mourning and weeping pitmen are found on monuments of high-ranking mining officials or owners of mines. Also inscriptions like ?Glück auf!? or ?Letzte Grubenfahrt? (last descending to mine) are engraved on their tombstones.The monuments of the ?Radmeister? of Vordernberg (owners of mines) differ from many other graves of Styrian miners by their artful decoration. This is consistent with the desire for representation of a social privileged class.Examples taken from frequent visits to cemeteries in the Upper Styrian region of mining representing all parts of miner?s societies are taking up the greatest parts of this work.