Titelaufnahme

Titel
Spielarten des Kriminalromans in der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur : eine Analyse ausgewählter Werke / vorgelegt von Arnika Haidl-Scharzenberger
Verfasser/ VerfasserinHaidl-Scharzenberger, Arnika
Begutachter / BegutachterinErtler Klaus-Dieter
Erschienen2012
Umfang89 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Santis, Pablo de / Padura, Leonardo / Taibo, Paco Ignacio / Kriminalgeschichte / Geschichte 2005-2007 / Santis, Pablo de / Padura, Leonardo / Taibo, Paco Ignacio / Kriminalgeschichte / Geschichte 2005-2007 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34989 Persistent Identifier (URN)
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Spielarten des Kriminalromans in der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur [0.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Kriminalromans in folgenden drei Werken der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur: ?El enigma de París? von Pablo de Santis, ?La neblina del ayer? von Leonardo Padura und ?Muertos incómodos (falta lo que falta)? von Paco Ignacio Taibo II und Subcomandante Marcos. Mit der Darstellung der gattungstypologischen Merkmale des klassischen Detektivromans sowie des ?hard-boiled? Romans stehen zu Beginn zwei traditionelle Subgenres der Kriminalliteratur im Fokus der Betrachtung, welche als Basis für die literarische Neubearbeitung des Kriminalromanschemas dienen. Demnach entstanden ab der Mitte des vorigen Jahrhunderts vermehrt hybride Romane, die sich nicht mehr nur einer bestimmten Subgattung zuordnen lassen, sondern Elemente verschiedener Genres in sich vereinen, welche sie dekonstruieren und als Rahmenhandlung für die Gestaltung weiterer Themenkomplexe verwenden. Diesen Spielarten des Kriminalromans wird im Zuge der theoretischen Überlegungen zum ?Antikriminalroman? und zur ?Literatura Antipolicial?, insbesondere jedoch in den anschließenden Romananalysen Rechnung getragen. Darüber hinaus widmet sich die Arbeit der Frage nach der Entwicklung eines eigenständigen lateinamerikanischen Krimigenres vor dem Hintergrund des (post)kolonialen Erbes. Im Hauptteil der vorliegenden Arbeit werden die ausgewählten Romane in Bezug auf die Präsenz gattungstypischer Elemente des Kriminalromans analysiert. Im Zentrum der Betrachtungen stehen eventuelle Überschreitungen der traditionellen Gattungsmodelle und deren Funktion im Hinblick auf die Bearbeitung weiterer Themenkomplexe wie zum Beispiel der Vergangenheitsbewältigung, der Identitätssuche oder der bereits angesprochenen Marginalität. Den Abschluss der vorliegenden Diplomarbeit bildet eine Zusammenfassung, im Zuge deren die Charakteristika der ausgewählten Romane hervorgehoben werden und auf eventuelle Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten eingegangen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis examines the role of the crime novel in three works of contemporary Latin American fiction: ?El enigma de París? by Pablo de Santis, ?La neblina del ayer? by Leonardo Padura Fuentes and ?Muertos incómodos (falta lo que falta)? by Paco Ignacio Taibo II and Subcomandante Marcos. First, the focus lies on the characteristics of the two traditional subgenres of crime fiction, namely the Whodunit and the hard-boiled novel. These two subgenres of crime fiction with their characteristics are at the basis of the following deviations from the traditional pattern of crime novels. From the middle of the last century onwards a rise in hybrid novels has been observed. These novels cannot be assigned to a single subgenre, but are characterized by a combination of elements from different genres which are deconstructed and used to convey new meanings. Special attention will be paid to these varieties of the crime novel in the theoretical examination of 'anti-detective novels' and 'Literatura Antipolitical' as well as in the subsequent analysis of the three works of contemporary fiction mentioned above. Furthermore, the thesis deals with the question of the development of an independent Latin American crime fiction genre in the context of (post)colonial heritage. Such a discussion from the point of literary theory is necessary due to the former marginal status of crime fiction originating from Latin America. As mentioned earlier, the examination of ?El enigma de París?, ?La neblina del ayer? and ?Muertos incómodos (falta lo que falta)? regarding the use of typical elements of the crime novel genre is the main topic of this thesis. At the centre of attention are the transgression of traditional genre structures and their adaption to discuss a variety of topics such as coming to terms with the past, the search for identity and marginalisation. Following the analysis, the main similarities and differences will be summarized.