Titelaufnahme

Titel
Rassismus unter dem Deckmantel emanzipatorischer Rhetorik : kritische feministische Perspektiven auf populistisch-essentialistische Konstruktionen "der muslimischen Frau" in den öffentlichen Medien / vorgelegt von Michaela Tischler
Verfasser/ VerfasserinTischler, Michaela
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart Karin Maria
Erschienen2012
Umfang118 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Einwanderin / Stereotyp / Feminismus / Einwanderin / Stereotyp / Feminismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34952 Persistent Identifier (URN)
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Rassismus unter dem Deckmantel emanzipatorischer Rhetorik [2.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Übergeordnetes Thema der vorliegenden Masterarbeit mit dem Titel ?Rassismus unter dem Deckmantel emanzipatorischer Rhetorik. Kritische feministische Perspektiven auf populistisch-essentialistische Konstruktionen der muslimischen Frau? in den öffentlichen Medien? sind Vereinnahmungen prominenter feministischer Grundgedanken durch verschiedene politische AkteurInnen sowie deren rassistische Verwendung im Diskurs um Migration und Integration. Dabei gehe ich davon aus, dass gegenwärtige Vereinnahmungen bestimmter feministischer Positionen im österreichisch-europäischen öffentlichen Mediendiskurs um Migration und Integration sowohl dem Ziel der Gleichstellung der Geschlechter zuwiderlaufen als auch die Bildung feministischer Solidaritäten sowie starke feministische Politiken behindern. Wo, auf welche Weisen und zu welchen Zwecken in bestimmten medialen Debatten unter Anrufung von Gender-Aspekten Rassismen geschürt und ungleiche Herrschaftsverhältnisse (re-)produziert werden, wird am Beispiel der Konstruktion ?der muslimischen Frau? beleuchtet. Als Korrektiv zu solchen meines Erachtens ?(pseudo )feministischen? Argumentationen werden feministische antirassistische Diskurse, Perspektiven und Gegenargumente eingebracht, die in den analysierten Debatten nicht vorkommen bzw. im öffentlichen Diskurs generell kaum Platz finden. Diese Herangehensweise soll ? darauf lege ich besonderen Wert ? mir ermöglichen, deutlich zu machen, dass sich mein kritischer Blick, der gleichwohl feministisch ist, lediglich auf bestimmte feministische Blickwinkel und gegen eine Instrumentalisierung von Feminismen richtet und keinesfalls anti-feministischen Positionen in die Hände spielt.

Zusammenfassung (Englisch)

The master thesis at hand, which is titled ?Racism under the guise of emancipatory rhetoric. Critical feminist perspectives on populist essentialist constructions of the Muslim woman? in the public media? treats the usurpation of prominent feminist ideas by political players as well as their racist application in migration and integration discourses. With regard to this racist appropriation of certain feminist themes, I proceed from the assumption that the discursive trend, which can currently be observed in Austrian and European media discourses on migration and integration, runs contrary to the goal of gender equality and is also impedimental to both, the building of feminist solidarities and strong feminist politics. The purpose of this master thesis is to expose where, how and why racism is fomented by promoting gender aspects and to shed light on the manifold ways in which asymmetric power relations are (re-)produced in media debates. In order to achieve this aim the paper provides a critical analysis of the discursive construction of ?the Muslim woman? carried out from an antiracist feminist perspective and pays attention to the voices of those who are often silenced in public discourse. The approach adopted reflects the intention of this paper, which does not allow for an antifeminist interpretation, but is to be read as a feminist critique of certain feminist standpoints and of the instrumentalization of feminism.

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