Titelaufnahme

Titel
Drittpfandbestellung als Interzession / eingereicht von Stefan Leitner
Verfasser/ VerfasserinLeitner, Stefan
Begutachter / BegutachterinHinteregger Monika
Erschienen2012
UmfangVI, 86 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Interzession / Verbraucherschutz / Österreich / Interzession / Verbraucherschutz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34941 Persistent Identifier (URN)
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Drittpfandbestellung als Interzession [0.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgehend von einer Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts begann sich der OGH mit dem Problem von Interzessionen durch nahe Angehörige auseinanderzusetzen, die diese überforderten. Diese Änderung der Rechtsprechung führte dazu, dass der Interzedentenschutz von diesem Zeitpunkt an größere Bedeutung erlangte, allerdings erfolgte dies zulasten des Prinzips der Privatautonomie. Der Gesetzgeber reagierte darauf 1997 mit der Einführung der Bestimmungen §§ 25c und 25d KSchG, die weitgehende Schutzinstrumente für Verbraucher, die Interzessionen eingingen, enthielten. Von ihrem Wortlaut her sind diese Bestimmungen auf Interzedenten beschränkt, die persönlich für die Verbindlichkeit eines anderen eintreten, nicht aber für den Sachhaftenden und damit den Drittpfandbesteller. Während die Rechtsprechung die Anwendung der §§ 25c und 25d KSchG auf den Drittpfandbesteller beharrlich verweigert, wird sie von der Lehre dafür einhellig kritisiert, die zumindest die Erweiterung auf den Drittpfandbesteller per Analogieschluss fordert. Die Arbeit beginnt mit einem kurzen Überblick über ausgewählte wirtschaftlich relevante Arten der Kreditsicherung. Danach folgt eine Beschreibung der Bestimmungen der §§ 25c und 25d KSchG für Verbraucherkredite und den unterschiedlichen zugrundeliegenden Problemstellungen. Im Vierten Kapitel werden die wesentlichen Entscheidungen des OGH dargestellt und deren kritische Würdigung. Das folgende Kapitel ist ein kurzer Exkurs in die Verbraucherkreditrichtlinie 2008/48/EG und deren Transformation durch den österreichischen Gesetzgeber. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der Arbeit und eine Darstellung der wesenlichen Ergebnisse.

Zusammenfassung (Englisch)

Through the influence of a decision of the German Federal Constitutional Court the Austrian Supreme Court began to pay attention to the problem of close relatives who assume intercessions which overtax themselves. This change of the court ruling led to a higher protection of the interests of persons assuming obligations at the expense of the principle of private autonomy. Legislature reacted with the installation of §§ 25c and 25d into the Austrian Consumer Protection Act (KSchG). Those legal provisions contain extensive regulations for the benefit of consumers entering intercessions. In its original wording, these regulations are limited to intercessors who assume personal liability for the obligation of other people, the third-party pledgor is not affected. Whereas the court ruling refuses the application of the §§ 25c and 25d of the Austrian Consumer Protection Act on the third-party pledgor insistently, it is criticized by the representatives of jurisprudence theory who demand at least the extension to the third-party pledgor by the argument by analogy. The thesis begins with a brief overview of selected economic relevant kinds of loan security. Then follows a description of the §§ 25c and 25d of the Austrian Consumer Protection Act for consumer credits and the different problematical natures the regulations are based on. The fourth chapter contains the relevant decisions of the Austrian Supreme Court and their critical acknowledgement. The following chapter is a short digression on the Directive 2004/48/EC of the European Parliament and the Council and its transformation by the Austrian legislature. The thesis is brought to a conclusion by a summary and a depiction of the relevant results.