Titelaufnahme

Titel
Die Rechtsstellung des nicht mit der Obsorge betrauten Elternteils im österreichischen Kindschaftsrecht / eingereicht von Anja Krajger
Verfasser/ VerfasserinKrajger, Anja
Begutachter / BegutachterinHinteregger Monika
Erschienen2012
UmfangXI, 105 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Besuchsrecht / Österreich / Besuchsrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34936 Persistent Identifier (URN)
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Die Rechtsstellung des nicht mit der Obsorge betrauten Elternteils im österreichischen Kindschaftsrecht [0.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit behandelt die Rechtsstellung des nicht mit der Obsorge betrauten Elternteils im österreichischen Kindschaftsrecht. Dem Elternteil, dem die Obsorge für sein Kind nicht zukommt, stehen genau genommen zwei konkrete Rechte zu. Zum einen wird seine Rechtsstellung durch das Recht auf persönlichen Verkehr nach § 148 ABGB aufgewertet und zum anderen sieht das Gesetz zusätzlich die Informations- und Äußerungsrechte des § 178 ABGB vor. Das Recht nach § 148 ABGB gibt dem nicht obsorgenden Elternteil die Möglichkeit, durch das Stattfinden persönlicher Kontakte zu seinem Kind, eine persönliche Beziehung zu diesem aufzubauen und zu pflegen. Dem Elternteil wird ermöglicht, am Leben des Kindes in regelmäßigen Abständen teilhaben zu können. Aber auch für das Kind, insbesondere für dessen gedeihliche Entwicklung, ist persönlicher Kontakt mit dem getrennt lebenden Elternteil sehr bedeutsam.Die Informations- und Äußerungsrechte nach § 178 ABGB sprechen dem nicht mit der Obsorge betrauten Elternteil das Recht zu, von wichtigen Angelegenheiten, die das Kind betreffen, rechtzeitig verständigt zu werden und sich hiezu zu äußern. Im Rahmen dessen kann er seine persönliche Meinung kundtun. Auch wenn die Äußerung nicht zwangsläufig beachtet werden muss, stärken diese Rechte die ohnehin schwache Position des nicht Obsorgebe-rechtigten.Das Recht auf persönlichen Verkehr und die Informations- und Äußerungsrechte verleihen dem nicht mit der Obsorge betrauten Elternteil sogenannte Mindestrechte und verfolgen gemeinsam den Zweck, auf die Entwicklung des Kindes positiv einzuwirken und die elterliche Verantwortung beider Elternteile ins Bewusstsein zu rufen.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis describes in detail the legal status of the parent who is not entrusted with the custody in Austrian?s domestic relations law. This parent has two important rights. On the one hand the parent has the right of access to its child, which is enshrined in § 148 ABGB. On the other hand § 178 ABGB gives the right of information and in this context also the right to make a statement.Visiting rights help the parent to build an ongoing relationship between the child and him- or herself. Regularly contact makes it possible for the non-custodial parent to take part in the child?s life. However, visiting rights are not just important for the parent but also for the child itself. A relationship to both parents, particularly to this one who lives apart from the child, is very important for the child?s social development and for stability in its life.§ 178 ABGB describes the rights of information and those to make a statement. The non-custodial parent has the right to get information about all important issues which concern the child?s life. Furthermore this parent also has the right to express his or her personal opinion concerning these important issues. Although not every statement has to be taken into account, these rights help to strengthen the weak position of the non-custodial parent a lot.All in all non-custodial parents enjoy the visiting rights, the rights of information and the rights to make a statement. These rights all together are so-called minimum rights and have a common purpose: they try to encourage and to protect the child?s development and also remind ourselves of the parental responsibility.