Titelaufnahme

Titel
Ansätze einer neuen katholisch-theologischen Sexualethik : die historische Entwicklung der kirchlichen Lehre und neue Ansätze im Bereich der kirchlichen Sexualmoral / eingereicht von Philipp Friesenbichler
Verfasser/ VerfasserinFriesenbichler, Philipp
Begutachter / BegutachterinSchaupp Walter
Erschienen2012
Umfang129 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sexualethik / Katholische Kirche / Sexualethik / Katholische Kirche / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34736 Persistent Identifier (URN)
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Ansätze einer neuen katholisch-theologischen Sexualethik [0.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Anlass für die Diplomarbeit war das Aufbrechen der diversen Missbrauchsskandale in Deutschland und Österreich Anfang des Jahres 2010. Dazu gab es zahlreiche Äußerungen von Seiten der kirchlichen Würdenträgern und auch von Seiten der universitären Theologie, dass die derzeit gültige Sexualmoral der Kirche veraltet und nicht mehr zeitgemäß sei. Das Auseinanderdriften zwischen dem, was die Kirche lehrt, und dem was von den Gläubigen tagtäglich gelebt wird, schreitet weiter voran. In einem ersten Schritt wird der Entwicklung der katholischen Sexuallehre nachgegangen. Beginnend mit den Ergebnissen der Exegese des Ersten und des Zweiten Testamentes, führt der Weg schließlich über die Kirche der ersten Jahrhunderte bis hin zum 2. Vatikanum, das in der Konzilskonstitution ?Gaudium et Spes? einen Paradigmenwechsel in der Sexuallehre eingeläutet hat. Nach dem 2. Vatikanum stand vor allem die Enzyklika ?Humanae Vitae? im Zentrum der Debatte, und gerade diese Enzyklika ist ein Hauptgrund für das derzeitige Schisma, das innerkatholisch zwischen der offiziellen Lehre und der tatsächlich gelebten Realität besteht. Der zweite Schritt befasst sich mit den verschiedenen Ansätzen einer neuen katholisch-theologischen Sexualethik, die seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts aufgetaucht sind. Es handelt sich dabei um fünf verschiedene Ansätze. Ausgehend von Wolfgang Bartholomäus, der vor allem die Pluralität der Sinnaspekte hervorhebt. Stephan Müllers Ansatz einer ?therapeutischen Sexualethik? kommt auch zum Tragen, und Regina Ammicht Quinn, die die Grundlage einer jeden Sexualethik in der Reflexion über den Körper verortet sehen möchte. Schließlich sind noch Wunibald Müller und sein Ansatz einer Versöhnung von Ekstase und Spiritualität zu nennen, sowie auch Bernhard Fraling, der die These eines gestuften Sexualethos vertritt.

Zusammenfassung (Englisch)

It was in 2010, that in austria and germany many cases of sexual abuse were public. Some chruch dignities and university professors declared, that the sex morals of the Roman Catholic Curch is antiquated. They noticed, there is a big break between the doctrine of the chruch and the faithful. In a first step it is proposed to show the history of the Roman Catholic doctrine. Starting with the results of the exegeses, it contuinues with the results of the early church and finishing the chapater with the Vaticanum II. The most important document from the council for the sex morals of the Roman Catholic church was ?Gaudium et Spes?. It was a paradigmen change in the doctrine. After Vaticnaum II, the encyclical ?Humanae vitae? was up for discussion, and showed the schism between the doctrine and the faithful. Many people said, that ?Humanae vitae? was the reason for the final schism in the sex morals. In a second step it is proposed to show five new rudiments in sex morals. The first new rudiment is about Wolfgang Bartholomäus, and he shows the varied meanings of sexuality. The second rudiment is about Stephan Müller, and he shows how important relation ist for sexuality. In the next rudiment, Regina Ammicht Quinn means, that every discourse about sexuality is necessary a discourse about the body. The fourth rudiment is about Wunibald Müller. He shows, that spirituality and ecstasy are not natural enemies. The last rudiment is about Bernhard Fraling, and he means that sexuality today needs a graded ethos.