Titelaufnahme

Titel
Mammmographie-Screening Eine geeignete Methode für die Brustkrebs-Früherkennung?
Weitere Titel
Mammography screening A wise way to reduce breast cancer mortality?
Verfasser/ VerfasserinDonsa, Kathrin
Begutachter / BegutachterinSchmidt, Kurt
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117956 Persistent Identifier (URN)
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Mammmographie-Screening Eine geeignete Methode für die Brustkrebs-Früherkennung? [1.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Jede 8. Frau in Österreich erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, jede 4. davon stirbt daran. Um die Brustkrebs-Todesfälle zu reduzieren wird das Mammographie-Screening bevölkerungsweit zur Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt. Die Wirksamkeit dieser Untersuchung wird allerdings schon seit Jahren kontrovers beurteilt. Dem Nutzen, eine Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen und so die Heilungschancen zu erhöhen, stehen Nachteile wie falsch-positive Ergebnisse, Überdiagnosen und Übertherapien entgegen. In dieser Diplomarbeit wurde mittels einer systematischen Literaturrecherche in PubMed Meta-Analysen und Systematische Reviews, die sich mit den Vor- und Nachteilen des Mammographie-Screenings beschäftigen, gesucht und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch das Screening bei Frauen zwischen 40 und 60 Jahren das Risiko an Brustkrebs zu sterben um ca. 15 %, bei den 60- bis 70-Jährigen um ca. 30 % reduziert. Das kumulative Risiko für ein falsch-positives Ergebnis nach 10 Untersuchungen liegt weltweit bei 50 %, wenn man ausschließlich europäische Studien heranzieht bei 20 %. Berechnet für 1.000 Frauen bedeutet das, dass in Europa 200 Frauen innerhalb von 10 Jahren ein falsch-positives Ergebnis erhalten. Von diesen 1.000 Frauen bekommen 38 Frauen einen positiven Brustkrebs-Befund, wobei davon 5 Frauen überdiagnostiziert sind, das heißt es wird ein Krebs gefunden, der die Lebenserwartung der Betroffenen nicht verringert. Nur bei 2 dieser 1.000 Frauen kann ein Brustkrebs-Todesfall verhindert werden, 250 Frauen sterben trotz Mammographie. Zusammenfassend ist zu sagen, dass Mammographie-Screening Todesfälle verhindert, aber aufgrund der hohen Anzahl an falsch-positiven Befunden und Überdiagnosen jede Frau einzeln entscheiden sollte, ob sie diese Nachteile in Kauf nimmt.

Zusammenfassung (Englisch)

In Austria, every 8th women is diagnosed with breast cancer in the course of her lifetime, 2 of them will not survive the disease. To reduce breast cancer mortality population-wide mammography screening programs are conducted for early detection of breast cancer. However, since mammography screening has not only benefits but also harms (such as false-positive results, overdiagnosis and overtherapy) the reasonability of such programs are discussed controversially. In this diploma thesis, a systematic literature research was performed in PubMed to identify and summarize meta analyses and systematic reviews dealing with benefits and harms of breast cancer screening. The results reveal that for women aging from 40 to 60, mammography screening reduces the risk for breast cancer mortality by 15 %, for women aging from 60 to 70 by 30 %. The cumulative risk of a false-positive result is worldwide between 40 and 60 %, in Europe only 20 %. Calculated for 1.000 women, 200 women in Europe receive a false-positive result within 10 years. 38 of these 1.000 women get a positive breast cancer diagnosis, 5 of which are overdiagnosed and a tumor is detected that never would have led to clinical symptoms. Regular screening of 1.000 women prevents only 2 breast cancer deaths, while 250 die of breast cancer despite mammography. In summary, mammography screening prevents breast cancer death, but in view of the high number of false-positive results and overdiagnosis every single woman should decide whether or not she is willing to accept these harms.