Titelaufnahme

Titel
Die Besonderheiten der Steuerhinterziehung vor dem Hintergrund ihrer Anknüpfung an das materielle Steuerrecht
Weitere Titel
The characteristics of tax fraud against the background of its tie to the substantive tax law
Verfasser/ VerfasserinGruber, Johannes
Begutachter / BegutachterinEhrke-Rabel, Kerstin Tina
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117918 Persistent Identifier (URN)
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Die Besonderheiten der Steuerhinterziehung vor dem Hintergrund ihrer Anknüpfung an das materielle Steuerrecht [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

„Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer.“ Das wusste bereits Benjamin Franklin. Weder Tod noch Steuer bereiten uns Freude. Doch während es bis dato keine Möglichkeit gibt, dem Tod zu entkommen, gibt es eine solche im Bereich der Steuern schon lange die Steuerhinterziehung. Als Hüterin des Steuerrechts und der Steuermoral wurde 1958 das Finanzstrafgesetz eingeführt. Bereits damals wurde in den amtlichen Erläuterungen zur Regierungsvorlage festgehalten, dass Abgabendelikte keine Kavaliersdelikte sind. Dennoch wird die Steuerhinterziehung hierzulande zumeist als ein ebensolches angesehen. Geschuldet ist ihr dieses Ansehen zum Teil auch aufgrund markanter Unterschiede zum klassischen Strafgesetzbuch. Trotz zahlreicher Novellierungen und Anpassungen im Laufe der Jahre, bietet das Finanzstrafrecht immer noch einige strafrechtliche Besonderheiten. Ziel dieser Arbeit ist es, ausgewählte Besonderheiten im Vergleich zum allgemeinen Strafrecht aufzuzeigen. Zur besseren Verständlichkeit werden die jeweiligen Unterschiede immer wieder mittels Gegenüberstellungen von Abgabenbetrug und Abgabenhinterziehung zu Diebstahl und Betrug erarbeitet. Nach einer allgemeinen Einführung in die Rechtsbereiche und einer kurzen Auseinandersetzung mit verfahrensrechtlichen Fragen folgt eine Darstellung der finanzstrafrechtlichen Besonderheiten auf Ebene des Tatbestandes. Neben der Qualifikation als Sonderdelikte, wird hier auch der Blankettnormcharakter von Finanzvergehen untersucht. Anschließend werden die Rechtsfolgen genau durchleuchtet. Neben den unterschiedlichen Strafrahmen wird unter anderem die Verhängung von Geldstrafen, der Ausspruch von Ersatzfreiheitsstrafen, die Möglichkeit zur Strafaufhebung sowie einer diversionellen Erledigung untersucht. Abschließend werden die aufgezeigten strafrechtlichen Besonderheiten auf ihre Verfassungskonformität aus gleichheitsrechtlicher Sicht überprüft.

Zusammenfassung (Englisch)

„In this world nothing can be said to be certain except death and taxes“. Benjamin Franklin knew that. Neither death nor taxes are pleasurable. Although there is no way to escape death it is possible outrun taxes tax fraud. The finance criminal code was established to guard the law of taxation and tax morality in 1958. It was already then recorded that tax offenses were no trivial offenses. Nevertheless, tax fraud is mostly regarded as such in our country. This esteem is partly based on significant differences the finance and the general criminal code. Despite numerous modifications over the years, the finance criminal code still contains some criminal characteristics. The intention of this thesis is to demonstrate some selected characteristics in comparison to general criminal law. To assure better comprehensibility, the main differences are explained through comparing tax fraud and tax evasion to fraud and theft. After a general introduction to the branches of law and a short analysis of procedural questions, some financial criminal characteristics are presented regarding the element of an offense. Besides the qualification as special offense, the embodiment as blanket rule is also analysed. Afterwards the legal consequences are examined. Apart from the different ranges of punishment, several other aspects are investigated, such as the imposement of fines, the proclamation of imprisonment in default of payment of fine and the possibility of suspension of sentence and diversion. In conclusion the demonstrated criminal characteristics are tested on their constitutional conformity in regard to the rule of equity.