Titelaufnahme

Titel
Centre for Legal Resources im Namen von Valentin Câmpeanu gegen Rumänien: Bestimmungen über die Beschwerdebefugnis vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof auf dem Prüfstand
Weitere Titel
Centre for Legal Resources on behalf of Valentin Câmpeanu v. Romania: Examining provisions on locus standi before the European Court of Human Rights
Verfasser/ VerfasserinWetschko, Bernhard Reinhold
Begutachter / BegutachterinOberleitner, Gerd
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117823 Persistent Identifier (URN)
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Centre for Legal Resources im Namen von Valentin Câmpeanu gegen Rumänien: Bestimmungen über die Beschwerdebefugnis vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof auf dem Prüfstand [1.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Jeder natürlichen Person sollte es gleichermaßen möglich sein, Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einreichen zu können. Dieses Recht ist grundlegender Teil des europäischen Menschenrechtsschutzsystems. Blickt man allerdings auf die bisherige Judikatur des Menschenrechtsgerichtshofs zurück, wird klar, dass in der Praxis durchaus Hürden für einzelne Personengruppen vorzufinden sind. Der Grund dafür liegt in der restriktiven Handhabung des EGMR hinsichtlich der Auslegung seiner Bestimmungen über die Beschwerde- bzw. Vertretungsbefugnis. Menschen mit Behinderungen sind hiervon besonders stark betroffen.Am 17. Juli 2014 verkündete der Europäische Menschenrechtsgerichtshof ein Urteil mit dem Potential, Barrieren im Zugang zu seiner Rechtsprechung für Menschen mit Behinderungen abzubauen. Das Urteil im Fall Câmpeanu sticht aufgrund seines Innovationsgehalts aus der bisherigen Rechtsprechung des EGMR deutlich hervor. Trotz Mängel hinsichtlich der Beschwerdebefugnis wurde einer NGO, die im Namen des verstorbenen Opfers tätig wurde, diese zugesprochen.Die vorliegende Arbeit legt nun den aktuellen Standpunkt des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs im Fall Câmpeanu sowie hinsichtlich vergleichbarer Sachverhalte dar und unterzieht diesen einer eigehenden Analyse. So wird die Frage beantwortet, worin der zentrale Innovationsgehalt des Urteils im Fall Centre for Legal Resources im Namen von Valentin Câmpeanu gegen Rumänien hinsichtlich der Bestimmungen der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten über die Beschwerdebefugnis liegt. In diesem Zusammenhang kommt es insbesondere zu einer Erläuterung des Konzepts der de facto Repräsentation. Zudem werden die Auswirkungen des Câmpeanu-Urteils beleuchtet und ein Ausblick auf mögliche Entwicklungen in der Zukunft gegeben.

Zusammenfassung (Englisch)

Any natural person should have equal opportunities to file applications before the European Court of Human Rights (ECtHR). This right constitutes a fundamental part of the system of human rights protection in Europe. However, when considering previous jurisprudence of the ECtHR, the existence of barriers for certain groups is obvious. The reason for this lies in the Courts restrictive interpretation of provisions on locus standi, or rather representation. People with disabilities are particularly affected by this practice. On 17 July 2014 the European Court of Human Rights passed a judgement with the potential to break down the barriers to the access to the Courts justice for people with disabilities. The judgement Câmpeanu clearly stands out against previous ECtHR jurisprudence due to its innovative content. Despite several shortcomings regarding the criteria of locus standi, a NGO, dealing on behalf of the deceased victim, has been able to validly file an application.This thesis discusses the current approach of the European Court of Human Rights in the case Câmpeanu as well as in similar cases, and further provides a profound analysis of the topic. In the course of this analysis, the central innovative content of the judgement in Centre for Legal Resources on behalf of Valentin Câmpeanu v. Romania, regarding provisions of the European Convention on Human Rights on locus standi, is going to be explained. In this context, the concept of de facto representation is particularly examined. Furthermore, the effects of the Câmpeanu judgement and perspectives on future developments are discussed.