Titelaufnahme

Titel
Economic impacts of capital gains taxation / Magdalena Haring
Verfasser/ VerfasserinHaring, Magdalena
Begutachter / BegutachterinNiemann Rainer ; Kanduth-Kristen Sabine Barbara
Erschienen2011
UmfangXI, 115 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Veräußerungsgewinn / Steuerrecht / Österreich / Veräußerungsgewinn / Steuerrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34488 Persistent Identifier (URN)
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Economic impacts of capital gains taxation [0.81 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Einfluss der Veräußerungsgewinnbesteuerung auf Unternehmen und ihre Anteilseigner ist von großem Interesse. In den letzten Jahren wurde die Besteuerung von Veräußerungs-gewinnen in vielen europäischen Staaten diskutiert. In den meisten Ländern sind Zinsen für Fremdkapital von der Steuerbemessungsgrundlage abzugsfähig, während Auszahlungen an Eigenkapitalgeber nicht abzugsfähig sind. Diese Ungleichbehandlung führt zu steuerlich be-dingten Verzerrungen in Entscheidungen von Unternehmen. Zusätzlich wirkt eine Veräuße-rungsgewinnbesteuerung auf die Anteilseignerstruktur von Unternehmen, da das Investiti-onsverhalten der Investoren durch eine Veräußerungsgewinnbesteuerung beeinflusst wird. Die vorliegende Dissertation untersucht empirisch, ob Veräußerungsgewinnbesteuerung einen Einfluss auf das Finanzierungsverhalten und die Anteilseignerstrukturen von Unter-nehmen hat. Die erste Analyse beschäftigt sich mit der Steuerreform in Österreich im Jahr 2001, bei welcher die Beteiligungsgrenze für steuerpflichtige Veräußerungsgewinne von 10% auf 1% herabgesetzt wurde. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten und positiven Einfluss des effektiven Steuersatzes auf Veräußerungsgewinne auf den Verschuldungsgrad österrei-chischer Unternehmen. Die zweite Analyse von 13 Staaten aus Zentral- und Osteuropa zeigt, dass der Verschuldungsgrad der Unternehmen steigt, wenn der Nettosteuervorteil der Fremdfinanzierung steigt. Die dritte Untersuchung widmet sich dem Einfluss der Steuerre-form 2001 in Österreich auf die Anteilseignerstrukturen von Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil an individuellen Investoren, die zwischen 1% und 10% halten, nach der Steuerreform signifikant geringer ist. Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse der drei durchgeführten Untersuchungen, wie wichtig der Einbezug von individueller Besteuerung bei der Untersuchung von Unternehmensfinanzierung und Anteilseignerstrukturen ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The influence of capital gains taxation on a company and its shareholders is of great interest in the fields of accounting and public finance research. Additionally, capital gains taxation is recently a matter of discussion in many European countries. In most countries, interest payments for debt are tax-deductible at corporate level and thereby create an interest tax-shield while payments to equity investors are not deductible. This causes a tax distortion to firm behavior, as debt becomes more attractive. Additional taxes on capital gains could also lead to changes in the ownership structure of a corporation, as shareholders could sell shares or reorganize the ownership structure of a corporation. This doctoral thesis empirically investigates the impact of individual capital gains taxation on corporate financial policy and ownership structures. The first analysis deals with the impact of the tax reform act 2001 in Austria, which lowered the threshold for taxable capital gains from 10% to 1%. Results show a significant and positive relationship between the effective tax rate on capital gains and the debt ratio of Austrian corporations. The second analysis of 13 countries of Central and Eastern Europe also shows that debt ratios in the sample increase with the net tax benefit of debt. The third analysis investigates the impact of individual capital gains taxation on corporate ownership structures. The results show that the tax reform act of 2001 lowered the fraction of individual investors holding shares between 1% and 10% of Austrian corporations significantly. The analyses of private foundations as shareholders do not show significant reactions to the tax reform act of 2001. The overall results of the three empirical analyses of this thesis emphasize how important it is to include individual capital gains taxation when investigating corporate financial policy and corporate ownership structures.