Titelaufnahme

Titel
Geschlechtsspezifische Delikte und die Entwicklung des Strafrechts vom 18. Jahrhundert bis heute / vorgelegt von Andrea Brunner
Verfasser/ VerfasserinBrunner, Andrea
Begutachter / BegutachterinSteppan Markus
Erschienen2011
UmfangIV, 76 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafrecht / Geschlechtsunterschied / Straftat / Geschichte 1700-2010 / Österreich / Strafrecht / Geschlechtsunterschied / Straftat / Geschichte 1700-2010 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34159 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechtsspezifische Delikte und die Entwicklung des Strafrechts vom 18. Jahrhundert bis heute [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit geschlechtsspezifischen Formulierungen des materiellen Strafrechts im Wandel der Zeit. Unter dem Titel ?Geschlechtsspezifische Delikte und die Entwicklung des Strafrechts vom 18. Jahrhundert bis heute? wurden ausgewählte Delikte, in Hinblick auf geschlechtliche Differenzierungen bei Tätern und Opfern, dargestellt. Als Grundlage wurden Delikte herangezogen, die auch die geschlechtliche Sphäre betreffen. Die Arbeit beschäftigt sich also mit sogenannten ?Sittlichkeits-? beziehungsweise ?Sexualdelikten?. Dazu gehören gewaltsame Handlungen gegen die sexuelle Integrität, wie zum Beispiel die Vergewaltigung, Delikte gegen ungeborenes und neugeborenes Leben, wie zum Beispiel die Abtreibung, strafbare Handlungen gegen das Eherecht, wie zum Beispiel der Ehebruch und Delikte gegen die Sittlichkeit, wie zum Beispiel die Homosexualität. Als Quellen wurden neben dem in Kraft stehenden Strafgesetzbuch vom 23. November 1974 auch historische Strafrechtskodifikationen herangezogen, die in Österreich vom 18. Jahrhundert bis heute in Geltung standen. Die ausgewählten Delikte unterlagen in den historischen Werken noch einer, nach den damaligen Vorstellungen der männlichen und weiblichen Sexualität, zugeordneten ?klassischen Rollenverteilung? und somit einer geschlechtsspezifischen Formulierung. Die Arbeit zeigt auf, inwiefern sich diese Vorstellungen im Wandel der Zeit und damit auch die Formulierung der strafbaren Handlungen durch den Gesetzgeber, geändert haben. Durch die Darstellung der Entwicklung der ?Sittlichkeitsdelikte? lässt sich erkennen, dass das Strafrecht eine Spiegelung der moralischen, politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen ist.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with gender formulations of substantive criminal law in the course of time. Under the title of "Gender-specific crimes and the development of the criminal law from the 18th century to today?, selected crimes have been presented in terms of gender differences in offenders and victims. Offenses were used as the basis, which also relate to the sexual sphere. Thus this thesis deals with so-called "morality crimes" or "sexual crimes". These criminal offenses are violent acts against the sexual integrity, such as rape, as well as criminal offenses against unborn and newborn life (e.g. abortion), against the marriage law (e.g. adultery) and against morals (e.g. homosexuality). The Austrian criminal code dated the 23rd November 1974 and other historical penal codes, which were in force in Austria, from the 18th century until today, were used as sources. In the historical penal codes the selected criminal offenses were subject to the former conception of male and female sexuality, so the associated "traditional roles" led to a gender formulation of substantive criminal law. This research, focused on the development of the gender-specific crimes, shows how these ideas have changed over time, which further led to a reformulation of criminal acts by the legislature. Moreover the presentation of the development of "morality crimes" shows that the criminal law is a reflection of the moral, political and social conceptions of society.