Titelaufnahme

Titel
Temperaturkalibrierung bei in vitro-Fertilisations-Behandlungen / Annika Hölzemann
Verfasser/ VerfasserinHölzemann, Annika
Begutachter / BegutachterinPetek Erwin; Ao.Univ.-Prof. Dr ; Roth Felix
Erschienen2011
Umfang71 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Extrakorporale Befruchtung / Temperatur / Extrakorporale Befruchtung / Temperatur / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34145 Persistent Identifier (URN)
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Temperaturkalibrierung bei in vitro-Fertilisations-Behandlungen [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Temperaturkalibrierung bei in vitro-Fertilisations-BehandlungenHintergrund: Mit der Zunahme der Infertilitätsproblematik haben sich in den letzten Jah-ren mehr und mehr Zentren der Behandlung von extrakorporalen Befruchtungen gewidmet. Für das Erreichen einer klinischen Schwangerschaft sind nicht nur die Ärzte selbst verant-wortlich, sondern eine ganze Reihe von Faktoren aus dem Laborbereich tragen zu einer erfolgreichen Behandlung bei. Neben Faktoren wie der Luftreinheit, der klimatischen Um-gebung im Inkubator und des Handlings der EmbryologInnen scheint dabei die Temperatur während der gesamten Arbeitsprozesse für die Embryonalentwicklung von zentraler Be-deutung zu sein. Methode: Wir wollten diesen Sachverhalt systematisch prüfen und möglichst viele Tem-peratur-basierende Informationen von der Punktion bis hin zum Embryotransfer aufzeich-nen und wenn nötig anpassen. Ergebnis: In der vorliegenden Arbeit konnte verdeutlicht werden, wie wichtig Tempera-turkontrollen dieser Art sein können. Während bereits bei der Punktion suboptimale Tem-peraturbedingungen beobachtet werden konnten, schienen andere Arbeitsschritte im IVF-Labor eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Gleichzeitig konnte mit dem Einsatz von Paraffinöl eine deutliche Verbesserung der Temperaturstabilität in verschiedenen Inkubati-onssystemen erreicht werden.Schlussfolgerung: Durch unsere Erhebungen können wir intern im Temperaturstabilisie-rungsbereich massiv profitieren, zumindest was das gemessene, unmittelbare Umge-bungsmilieu von Eizellen und Embryonen anbelangt. Eine bevorstehende, retrospektive Studie mit Daten, die durch Temperaturoptimierung generiert wurden, sollen mit der Er-fassung von klinischen Schwangerschaftsraten mit ursprünglich erfassten Daten korreliert werden. Aufgrund interzentrischer Abweichungen geben wir anderen IVF-Zentren den Rat, ihre persönlichen Temperaturevaluationen durchzuführen und ggf. anzupassen.

Zusammenfassung (Englisch)

Temperature calibration during in vitro fertilization treatmentsBackground: With the increasing diagnosis and treatment of infertility the number of centres providing IVF has also grown. Successful IVF treatment, defined as the achievement of clinical pregnancies, depends not only upon the efforts of physicians but also on many aspects of the laboratory procedures intrinsic to the IVF process. In addition to recognized important factors such as air quality, incubation conditions and the skill of the embryologist, maintaining the proper temperature of oocytes and embryos throughout the process is of major importance.Method: We have therefore systematically documented, and endeavored to optimize, the temperature during each step of the IVF process, from oocyte retrieval through to embryo transfer.Result: The results demonstrate the importance of such systematic investigation of temperature control. The most marked temperature changes (cooling) were identified during oocyte retrieval, while smaller cooling effects were seen throughout the later stages of the IVF process. Paraffin oil overlays substantially reduced the magnitude of cooling artifacts, improving temperature stability during those steps.Conclusion: Based on these observations of the different ways in which temperature can be affected it can be concluded that the extent and importance of poor temperature control in the IVF laboratory is often underestimated. Having introduced optimized temperature control into our laboratory, we will go on to compare future clinical pregnancy rates with historical data. Due to marked inter-laboratory differences in systems it would seem essential for all centres to undertake temperature control evaluations and implement changes as required to minimize the possible deleterious impact of adverse conditions upon oocytes and embryos.