Titelaufnahme

Titel
Intergenerationelle Gerechtigkeit und Ressourcenpolitik / Maximilian Gödl
Verfasser/ VerfasserinGödl, Maximilian
Begutachter / BegutachterinFarmer Karl
Erschienen2011
Umfang56 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Generationengerechtigkeit / Ressourcenpolitik / Generationengerechtigkeit / Ressourcenpolitik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34133 Persistent Identifier (URN)
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Intergenerationelle Gerechtigkeit und Ressourcenpolitik [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Problem der intergenerationellen Gerechtigkeit in der wirtschaftlichen Nutzung von natürlichen Ressourcen. Dabei werden drei Fragen erörtert. 1) Ist nachhaltige Ressourcennutzung unter freiem Wettbewerb möglich.? 2) Was charakteri-siert intergenerationell gerechte Ressourcennutzung? 3) Welche politischen Maßnahmen sind geeignet, eine intergenerationell gerechte Ressourcennutzung durchzusetzen? Dazu wird zunächst ein dynamisches allgemeines Gleichgewichtsmodell mit überlappenden Gene-rationen und einer erneuerbaren Ressource vorgestellt. Es wird gezeigt, dass unter laissez-faire eine Konservierung des historisch gegebenen Pro-Kopf-Ressourcenbestands entlang eines Steady-State-Wachstumspfads im Allgemeinen nicht möglich ist. Außerdem kann es in diesem Modell zu einer exzessiven Nutzung der natürlichen Ressource kommen, sodass der Ressourcenbestand im intertemporalen Gleichgewicht stetig sinkt und schließlich erlischt, was für die Modellökonomie den Untergang bedeutet. In einem zweiten Schritt untersucht diese Arbeit, wie ein perfekt informierter sozialer Planer mit vollständiger Kontrolle über die Modellökonomie das Problem der intergenerationellen Gerechtigkeit lösen würde. Die vom sozialen Planer gewählte Allokation ist durch einen konstanten Pro-Kopf-Ressourcenbestand und intergenerationelle Effizienz gekennzeichnet. Dieses intergenerationelle ?First-Best? dient als Maßstab für die Evaluierung verschiedener ressourcenpolitischer Programme. Es werden vier Politikinstrumente diskutiert: Einkommensumverteilung zwischen den Genera-tionen via Pauschalsteuern und -transfers, Verstaatlichung des Ressourcenmanagements, eine Kombination von Ressourcenerntesteuern und Ressourceninvestitionssubventionen und Offenmarktinterventionen im Ressourcenmarkt. Die Analyse ergibt, dass nur eine Res-sourcenverstaatlichung zusammen mit der Entschädigung der ursprünglichen Ressourcenei-gentümer mit ungedecktem Geld das First-Best implementieren kann.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the problem of intergenerational equity in the economic utili-zation of natural resources. Three questions are being addressed: 1) Is a sustainable use of resources feasible under free competition? 2) What characterizes an intergenerationally equitable use of resources? What resource policy instruments are capable of implementing an intergenerationally equitable use of resources? For the purpose of answering these ques-tions, this thesis introduces a dynamic general equilibrium model with overlapping genera-tions and a renewable natural resource. It is demonstrated that, under laissez-faire, the con-servation of the historically given per capita resource stock along a steady state growth path is impossible in general. It is further established that, in the special case of linear regenera-tion, sustainable growth, while feasible in theory, is unlikely if the model parameters are chosen realistically. In addition there is a possibility in this model of a steady decline and eventual depletion of the resource stock which entails the extinction of the model economy. In the second step this thesis examines how a perfectly informed social planner with com-plete control over the economy would solve the problem of intergenerational equity. The allocation chosen by the social planner is characterized by a constant per capita stock of re-sources and intergenerational efficiency. This intergenerational ?first best? is used as a benchmark for the subsequent evaluation of various resource policies. Four different policy instruments are being discussed: Redistribution of income between generations via lump-sum taxes and transfers, nationalization of the resource management, a combination of re-source harvest taxes and resource investment subsidies, and open market interventions in resource markets. The only policy capable of implementing the first best involves nationaliz-ing the resource and compensating its original owners by introducing fiat money.