Titelaufnahme

Titel
Der Placebo-Effekt und sein Einfluss auf die visuell ausgelöste Basisemotion Ekel / Daniela Pendl
Verfasser/ VerfasserinPendl, Daniela
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2011
Umfang96 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ekel / Placebo / Persönlichkeitsfaktor / Ekel / Placebo / Persönlichkeitsfaktor / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-34104 Persistent Identifier (URN)
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Der Placebo-Effekt und sein Einfluss auf die visuell ausgelöste Basisemotion Ekel [1.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

ZusammenfassungIn der vorliegenden Studie wurde versucht, über eine verbale Suggestion bei gleichzeitiger Gabe eines Placebos, das visuell ausgelöste Ekelerleben zu beeinflussen. Eine ?Coverstory? zur Verschleierung des eigentlichen Untersuchungsgegenstandes wurde erarbeitet. Ein ?pflanzliches Präparat?, welches die Aufmerksamkeit erhöhen sollte, sollte getestet werden. 67 Frauen (NKontrollgruppe = 30, NPlacebogruppe = 37) absolvierten einen fingierten Aufmerksamkeitstest bestehend aus einer Suchaufgabe am Computer. 10 Bilder mit ekligem, 10 mit appetitlichem und 10 mit neutralem Inhalt wurden zu zwei Messzeitpunkten präsentiert. Ratings bezüglich Ekel, Appetit, Arousal und Valenz wurden abgegeben. In einer Pause erhielten die Probandinnen der Placebo-Gruppe das ?Präparat? inklusive der Suggestion. Die Suggestion enthielt Informationen über protektive Wirkungen der Kapsel auf das Magen-Darm-System. Fragestellung: Wird der erlebte Ekel in der Placebo-Gruppe durch das Präparat und die Suggestion vermindert und wirkt sich das Placebo auf andere Zustände wie Appetit, Arousal, Valenz, Befindlichkeit und Reaktionszeiten aus? Die Ergebnisse zeigten innerhalb der Placebo-Gruppe ein marginal signifikantes Absinken des Ekelerlebens. Eine höhere Erwartung bezüglich einer gesteigerten Aufmerksamkeit ging mit einer höher wahrgenommenen Aufmerksamkeitssteigerung einher. Es konnten keine Zusammenhänge mit Persönlichkeitsmerkmalen gefunden werden. Die Ergebnisse sind zum Teil konform mit der Literatur. Es konnte kein Persönlichkeitstypus, der Placebo-Effekte wahrscheinlicher macht, identifiziert werden. Erwartungen spielten eine Rolle für die Wahrnehmung einer Veränderung durch das Präparat. Die Wahl der Coverstory und der Suggestion war, im Nachhinein betrachtet, zu kompliziert. Für künftige Studien gilt es eventuell, Emotionen im Vorhinein bewusst zugänglich zu machen und Suggestionen weniger zu verschleiern.

Zusammenfassung (Englisch)

AbstractIn the present study the experience of disgust should have been influenced by verbal suggestion and placebo. A ?coverstory? has been worked out. A capsule of ?vegetable origin?, that should enhance attention, should have been proved. 67 women (N=30control group, N=37treatment group) performed a sham test consisting of disgusting, neutral and appetizing pictures, 10 of each category. Pictures were shown to subjects two times. Ratings regarding their feelings of disgust, appetite, valence and arousal were given. During a break, subjects of the treatment group received the capsule and verbal suggestion. Suggestion contained information regarding protecting properties of the capsule in respect to the gastro-intestinal system. Main question: Can the experience of disgust be reduced by the capsule and suggestion and are there effects on other states as appetite, arousal, valence, affectivity and reaction times too? Results showed a decreasing of disgust within the placebo group. This effect was marginally significant. An enhanced expectancy of increasing attention was to be associated with an enhanced awareness of increased attention. No relationship with personality traits has been found. Results go conform with literature to some extent. No personality trait could have been identified to be involved. The role of expectation in placebo effects has been replicated. Expectancies were responsible for better awareness of changes in attention. The procedure of using a coverstory and verbal suggestion could have been too complicated. For future research it may be important and necessary activating emotions in advance. Suggestions should be clearer and not disguised that much.