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Title
"Übersetze das alles, Wort für Wort!" : Analyse der Darstellung von DolmetscherInnen in Filmen über Kriegs- und Konfliktzeiten / vorgelegt von Claudia Andres
AuthorAndres, Claudia
CensorGrbic Nadja
Published2011
Description120 Bl. : Zsfassung + 2 CD-ROM ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Annotation
Text dt., teilw. engl., teilw. ital.
Annotation
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Film / Krieg <Motiv> / Dolmetscher <Motiv> / Dolmetscherin <Motiv> / Geschichte 1961-2002 / Film / Krieg <Motiv> / Dolmetscher <Motiv> / Dolmetscherin <Motiv> / Online-Publikation / Geschichte 1961-2002
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-33917 Persistent Identifier (URN)
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"Übersetze das alles, Wort für Wort!" [1.55 mb]
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Abstract (German)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Darstellung von DolmtscherInnen in Filmen über Kriegs- und Konfliktzeiten zu untersuchen. Dabei soll eruiert werden, wie sich die Kriegssituation auf das Dolmetschen auswirkt, ob die DolmetscherInnen Eigenschaften aufweisen, die sich in allen Filmen wiederspiegeln und warum gerade die Figur des Dolmetschers/der Dolmetscherin geeignet ist, die jeweils ihm/ihr zugeschriebene Rolle im Film zu verkörpern. Im theoretischen Teil der Arbeit wird zunächst ein Überblick über den Forschungsstand zum Thema DolmetscherInnen als fiktive Figuren in Film und Literatur gegeben. Danach werden Methode und Konzept der Filmanalyse vorgestellt, wobei ein detailliertes Modell zur Filmanalyse elaboriert wird. Im empirischen Teil der Arbeit wird die Darstellung der DolmetscherInnen und des Dolmetschens in den Filmen Jugdement at Nuremberg (1961), Ich war neunzehn (1968), La vita è bella (1997), Saving Private Ryan (1998) und Windtalkers (2002) analysiert, wobei jeder Film zunächst für sich untersucht wird und abschließend ein Vergleich der Filme erfolgt, bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischeni den Darstellungen herausgearbeitet werden. So unterschiedlich die Darstellung der Kriegsthematik und der Dolmetschtechniken und -Settings ausfällt, so divergent ist auch die Darstellung der Figur der DolmetscherInnen in den Filmen, da diese sowohl Haupt- als auch Nebenrollen und unterschiedliche Rollenbilder verkörpern: von AußenseiterInnen, Sonderlingen, Feiglingen, unbeholfenen Tölpeln, SchauspielerInnen, unsichtbaren MittlerInnen, Witzbolden, heimatlosen Figuren auf Identitätssuche, Anti-Helden und Helden bis hin zu funktionierenden vertrauenserweckenden Maschinen und Figuren mit besonderen Fähigkeiten. Durch die Figur der DolmetscherInnen können komplexe Charaktere dargestellt werden, die dank ihrer Rolle als DolmetscherInnen parallel dazu viele weitere Rollen verkörpern und in einer Figur vereinen können.

Abstract (English)

The goal of this thesis is study the representation of interpreters in films about periods of war and conflict. Here the effect of the war situation on interpreting is to be analyzed: whether interpreters have qualities that are reflected in all films and why the figure of the interpreter in particular lends itself to embodying the role ascribed to him/her in the film. The theoretical part of the thesis provides an overview of the existing studies on the role of interpreters as fictive figures in film and literature. Then the methodology and concept of film analysis is presented, after which a detailed model of film analysis is put forward. In the empirical part of the thesis the representation of interpreters is studied in various films such as Judgment at Nuremberg (1961), Ich war neunzehn (1968), La vita è bella (1997), Saving Private Ryan (1998) and Windtalkers (2002) with each film being analyzed and then compared with the others so that both common features and differences become visible. Not only are there differing representations of war motifs and of interpreting techniques and settings, there are also differences in the way the interpreter figure is depicted in these films, since they embody both leading and marginal parts and various role models ? from the outsider, oddball, coward, clod, actor, invisible intermediary, clown, drifter without a home in search of an identity, anti-hero and hero to a functioning, trustworthy machine and a figure endowed with special skills. The figure of the interpreter can serve to depict complex characters who - thanks to their role as interpreters- are also able to embody many other roles and bring them altogether in one figure.