Titelaufnahme

Titel
Untersuchung der Hornmilbengesellschaften (Acari, Oribatida) zweier Mikrohabitate der subalpin-alpinen Stufe des südöstlichen Alpenrandes (Steiermark, Kärnten) / eingereicht von Julia Baumann
Verfasser/ VerfasserinBaumann, Julia
Begutachter / BegutachterinKrisper Günther
Erschienen2011
Umfang64 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2011 24
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Koralpe / Stubalpe / Saualpe / Hornmilben / Biodiversität / Koralpe / Stubalpe / Saualpe / Hornmilben / Biodiversität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-33705 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchung der Hornmilbengesellschaften (Acari, Oribatida) zweier Mikrohabitate der subalpin-alpinen Stufe des südöstlichen Alpenrandes (Steiermark, Kärnten) [2.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Hornmilbengesellschaft des steirischen-kärntnerischen Randgebirges wurde hinsichtlich ihrer Diversität untersucht. Es wurden insgesamt 80 Bodenproben aus zwei unterschiedlichen Mikrohabitaten (Loiseleuria procumbens und ?alpiner Rasen?) von drei verschiedenen Gebirgsregionen (Koralpe, Stubalpe und Saualpe) gesammelt, wobei das Areal auf der Saualpe im Sommer als auch im Herbst beprobt wurde. Insgesamt wurden 3.845 adulte Hornmilben aus 40 Familien und 20 Arten gefunden. Im Zuge dieser Arbeit wurden von den unterschiedlichen Standorten, Arten-Areal-Kurven erstellt, welche im Vergleich zu anderen Untersuchungen relativ geringe Artenzahlen vorweisen, da der zeitliche Rahmen begrenzt war. Jedoch zeigen die Artspektren früherer Beprobungen in anderen Gebirgszügen deutliche Parallelen. 31 Arten stellen keine speziellen ökologischen Lebensansprüche, während hingegen 9 Spezies gefunden wurden, die vorwiegend in subalpinen, alpinen sowie hochalpinen Bereichen beheimatet sind. Ein Unterschied hinsichtlich des jahreszeitlichen Zeitpunktes der Probennahme konnte nicht konstatiert werden. Die beiden Vegetationstypen Loiseleuria procumbens und ?alpiner Rasen? bieten den Hornmilben unterschiedliche Mikroklimate. Die durchgeführte Clusteranalyse zeigt eine deutliche Affinität zwischen dem Vegetationstyp und der Hornmilbengesellschaft. Zusätzlich spielen geschichtliche Faktoren wie die Anhebung der Waldgrenze in Mittelalter und das Gipfelphänomen, welches Gipfel und Kämme des steirisch-kärntnerischen Randgebirges waldfrei hält, große Rollen im Verständnis des Bezugs der Vergesellschaftung von Hornmilben mit der jeweiligen Pflanzendecke.

Zusammenfassung (Englisch)

The community of oribatid mites of the styrian-carinthian outlying mountains was investigated with regard to their diversity. Altogether, 80 soil samples from two different microhabitats (Loiseleuria procumbens and ?alpine meadows?) out of three several mountain regions (Koralpe, Stubalpe and Saualpe) were collected, from which one area was sampled both in summer and autumn. In total 3.845 adult oribatid mites, out of 40 families with 20 taxa were found. In the aftermath of this master thesis, several species-area-relationship-diagramms from the different sites, which are showing the difference regarding the species richness from other such investigations, were built. The low abundance results from the little number of soil samples, due to the short time of investigation. But there is a distinct similarity to the spectrum of taxa from earlier investigations. 31 taxa are not claiming to have special ecological demands, whereas 9 found species are predominantly indigenous to subalpine, alpine and highly alpine regions. It wasn?t possible to show any seasonal distinction of the samples. Both Loiseleuria procumbens and alpine meadows offer oribatid mites different microhabitats. The cluster analysis shows a distinct affinity between the type of vegetation and the association of oribatid mites. Further, historical facts like the increase of the tree line in the Middle Ages and the current peak phenomenon which keeps the forest currently away from peaks and ridges, play a big role in the understanding with regard to the relationship between the community of oribatid mites and the type of vegetation.