Titelaufnahme

Titel
Obsorgeentzug nach Verdacht auf Kindesmisshandlung / eingereicht von Jutta Maria Frießnegger
Verfasser/ VerfasserinFriessnegger, Jutta Maria
Begutachter / BegutachterinHinteregger Monika
Erschienen2011
UmfangIX, 108, XVIII Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Kindesmisshandlung / Kinderschutz / Österreich / Kindesmisshandlung / Kinderschutz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-33540 Persistent Identifier (URN)
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Obsorgeentzug nach Verdacht auf Kindesmisshandlung [0.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem sensiblen und heiklen Thema ?Obsorgeentzug nach Verdacht auf Kindesmisshandlung?. Da Erläuterungen zum Begriff der Obsorge und Fragen der Obsorgeberechtigung sowie eine inhaltliche Darstellung der Obsorge für die Thematik der Obsorgeentziehung relevant sind, werden diese einleitend thematisiert. Im Mittelpunkt steht als oberste Maxime des Kindschaftsrechts stets das Kindeswohl, das sich wie ein roter Faden durch diese Rechtsmaterie zieht und im Verhältnis zu den ?natürlichen Besitzansprüchen? der Obsorgebetrauten absolute Priorität genießt. Eine Gefährdung des Kindeswohls liegt bei nachhaltiger Verletzung des Gewaltverbots vor. Dieses Verbot untersagt jede unzumutbare, dem Kindeswohl abträgliche Behandlung. Insbesondere jene Fälle, in denen ein Missbrauchsvorwurf im Raum steht, entsprechende Beweise jedoch nicht erbracht werden können, stellen besondere Anforderungen an das Pflegschaftsgericht. Es stellt sich sodann die Frage, ob die unverzügliche Herausnahme des Kindes aus seinem Familienverband rechtmäßig bzw zu dessen Schutz erforderlich ist. In der vorliegenden Arbeit wird daher der Problemkreis, der sich einerseits aus der Wahrung des Grundrechts auf Achtung des Familienlebens und andererseits der Entfernung des Kindes ergibt, aufgezeigt, wobei das Hauptaugenmerk auf gerichtliche Entscheidungen gelegt wird. Dabei werden auch wesentliche verfahrensrechtliche Fragestellungen kurz aufgegriffen sowie die dem Gericht und der öffentlichen Jugendwohlfahrt zur Verfügung stehenden Instrumentarien dargelegt. Anschließend werden die Möglichkeit der Rückübertragung entzogener Obsorgerechte sowie die Folgen der Obsorgeentziehung behandelt. Weiters wird die Rolle ausgewählter Institutionen und Hilfseinrichtungen und deren Bedeutung hinsichtlich Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung sowie die ärztliche Anzeigepflicht beleuchtet.

Zusammenfassung (Englisch)

The theme of this work is the delicate and sensitive subject of ?the revocation of child custody after suspected abuse?. The introduction provides explanations of the terms custody and the justification for custody, in order to address the issue of the revocation of custody. The central issue of children?s rights is without exception the child?s welfare, this being a common thread throughout all legal matters and, as opposed to parental custodial rights, has absolute priority. A threat to the child?s well-being through sustained abuse is a violation which incurs prohibition of force. This ban prohibits all unreasonable or harmful treatment to the child. Cases in which child sexual abuse is suspected, but where there is no reasonable evidence to support this, pose a particular challenge to family courts. This raises the question of the immediate removal of the child from its family environment as a prerequisite for its own protection. Therefore, this work will identify the problem area which occurs when on the one hand the fundamental right to protect family life exists, and on the other hand the need to remove the child from family custody arises, whereby the focus will be on judicial decrees. Essential procedural issues, as well as the issue of juvenile courts and the instruments at their disposal will be taken up. Subsequently, the possibility of the reassignment of custody and the consequences of the revocation of custody will be dealt with. Furthermore, the role of institutions and aid organisations, their significance concerning the prevention of child abuse and their intervention on behalf of children?s rights, as well as doctor?s disclosure obligations will be looked at.