Titelaufnahme

Titel
Blind date or chemotaxis / Steiner Sarah Lucy
Verfasser/ VerfasserinSteiner, Sarah Lucy
Begutachter / BegutachterinEbner Thomas Univ.-Doz.Mag.Dr. ; Elder Kay Dr.
Erschienen2011
Umfang71 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Chemotaxis / Spermium / Chemotaxis / Spermium / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-33425 Persistent Identifier (URN)
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Blind date or chemotaxis [3.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung, vor allem aber bei der ICSI Behandlung, werden viele Selektionsmechanismen, die die Natur eingerichtet hat um die Fertilisierung der Eizelle mit einem gesunden Spermium zu garantieren, einfach umgangen. In vitro werden Spermien in die Eizelle injiziert, die es in vivo vielleicht nicht mal in die Nähe geschafft hätten. Die richtige Auswahl des einen Spermiums, das zur Befruchtung einer Eizelle herangezogen wird, beruhte bisher vor allem auf morphologischen und motilitätsbezogenen Parametern. Wenn wir es aber schaffen, im IVF-Labor die Umgebung, die Spermien auf ihrem beschwerlichen Weg durch den Uterus und den Eileiter bis hin zur Eizelle durchwandern, so gut es geht nachzustellen, können wir auf der Suche nach dem kompetentesten Spermium die Auswahl noch verfeinern. In den bisher publizierten Werken konnte eine verbesserte Motilität und Membranintegrität von Spermien nachgewiesen werden, die auf Chemotaxis Lockstoffe, die aus der Follikelflüssigkeit oder der Eizelle und ihren umgebenden Zellen abgesondert werden, reagieren. Außerdem haben chemotaktisch aktive Spermien die Kapazitation vollzogen. Es gibt bis dato keine zum Thema Chemotaxis publizierten Werke, die eine Auswahl von Spermien im IVF-Labor aufgrund ihrer Fähigkeit Chemotaxis Lockstoffe wahrzunehmen, behandeln. Die Spermienmorphologie und die Anzahl der DNA Strangbrüche zwischen Lockstoff wahrnehmenden und nicht-wahrnehmenden Spermien wurde ebenfalls noch nicht verglichen. In dieser Studie wurde ein Choice Assay verwendet, um Lockstoff wahrnehmende und nicht-wahrnehmende Spermien zu trennen, welche dann jeweils in eine Hälfte der bei der Follikelpunktion gewonnenen Eizellen injiziert wurde. Fertilisierungs - und Blastocystenrate, Blastocystenqualität und die klinische Schwangerschaftsrate wurde verglichen. Mögliche Unterschiede in der Morphologie und in der DNA Strangbruch Rate wurden ebenfalls untersucht.

Zusammenfassung (Englisch)

In ART procedures such as ICSI many of the sperm selection mechanisms that nature has put in place to ensure fertilization of the oocyte with healthy sperm are circumvented. Fertilization is achieved in vitro with sperm that would have been excluded from this process in vivo. Sperm screening is an essential step in in vitro fertilization procedures. Until now the ideal sperm has been selected by methods that accumulate motile sperm and by morphological parameters, but if, in the IVF-laboratory, we manage to mimick, at least partly, natural sperm selection like it happens in the female genital tract, we might be able to find sperm with better potential of evoking normal embryonic development. Most of the papers published on the subject of chemotaxis in the last years have suggested the selection and preference of chemotactically responsive sperm in the IVF-laboratory, but so far no studies of actual use of this additional parameter in sperm selection prior to ICSI, IVF or IUI have been made public. Also, sperm morphology, as well as the DFI (DNA-fragementation index) have not been compared be- tween the group of responsive and non-responsive sperm. Human sperm that are able respond to (a) chemoattractant(s) in follicular fluid or secreted by the COC, have been found to have improved forward progression, better membrane integrity and they have undergone the capacitation progress, a prerequisite for the acrosome reaction. In this study a choice assay was used to select sperm that have the ability to respond to a gradient of (a) chemoattract- ant(s) in FF and cumulus cells, and sperm that cannot sense the gradient. The number of oocytes collected at pick-up was split in two, one half was injected with chemotactically responsive, the other with non- responsive sperm. Fertilization rate, blastocyst rate and quality, and clinical pregnancy outcome were compared. Additionally, morphological parameters and the DFI of responsive and non-responsive sperm were analysed.