Titelaufnahme

Titel
Embryonalentwicklung bei chromosomaler Abortursache nach IVF und ICSI / Monika Bals-Pratsch
Verfasser/ VerfasserinBals-Pratsch, Monika
Begutachter / BegutachterinEbner Thomas;Univ.-Doz.Mag.Dr. ; Petek Erwin; Ao.Univ.Prof.Dr.
Erschienen2011
Umfang39 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Extrakorporale Befruchtung / Fehlgeburt / Extrakorporale Befruchtung / Fehlgeburt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-33357 Persistent Identifier (URN)
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Embryonalentwicklung bei chromosomaler Abortursache nach IVF und ICSI [0.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Innerhalb von vier Jahren wurden 53 chromosomal bedingte Aborte nach IVF- und ICSIBehandlungdiagnostiziert und ausgewertet. Im Rahmen der Vordiagnostik wurden bei dreiPartnern Translokationen festgestellt und bei einem weiteren Partner nach überlebter CMLeine Chromosomenaberration vermutet. Die häufigste Abortursache mit fast 80% warenTrisomien unterschiedlicher Autosomen. Es waren meist Chromosom 16 und 22 betroffen.Polyploidien wurden in knapp 20% der Fälle im Abortmaterial festgestellt. Jeder Abortpatientinim Punktions- oder Auftaubehandlungszyklus wurde eine Kontrollperson mit Lebendgeburtim Frisch- oder Kryozyklus zugeordnet, die im gleichen Behandlungszeitraumschwanger wurde. Entscheidende Risikofaktoren (p<0,05) für einen Abort waren mütterlichesAlter zum Zeitpunkt der Follikelpunktion und die FSH-Gesamtstimulationsdosis sowieim T-Test auch die Anzahl der MII-Eizellen. Der AMH-Wert war nicht mit demAbortrisiko korreliert. Für die beiden Paare mit nachgewiesenen Translokationen beimPartner in der Abortgruppe wurden jeweils Trisomien im Abortmaterial für andere als dietranslozierten Chromosomen nachgewiesen. Die Embryoqualität im Furchungsstadiumwurde nach A, B, C und D entsprechend dem Grad der Fragmentierung klassifiziert. WederEmbryoqualität noch die Kulturdauer mit Transfer an Tag 2/3 oder Tag 5/6 im FrischoderKryo-Zyklus oder die Anzahl der transferierten Embryonen waren ein Risikofaktorfür einen Abort. Die Ergebnisse überraschen nicht, da die Aneuploidierate der Eizellenaltersabhängig zunimmt. Ob eine Optimierung des intraovariellen Milieus für die Reifungvon Oozyten z.B. durch Metformin-Behandlung bei Risikofaktoren für einen Gestationsdiabeteszu einer verbesserten Funktion des Spindelapparates mit Reduzierung derAneuploidierate führen kann, ist rein spekulativ. Jedenfalls führt eine Metforminbehandlungbei PCOS zur Entwicklung von mehr ?kompetenten? Embryonen mit einer höherenSchwangerschafts- und Lebendgeburtenrate.

Zusammenfassung (Englisch)

Within four years, 53 miscarriages due to chromosomal abnormalities after IVF and ICSIwere diagnosed and analyzed. Preliminary investigations revealed chromosomal translocationsin two male partners, and chromosomal aberration was assumed in one further malewho survived chronic lymphatic leukaemia. Nearly 80% of the miscarriages were causedby trisomies for various autosomes. Chromosomes 16 and 22 were observed most frequently.Polyploidies were detected in nearly 20% of the cases. Each patient who had amiscarriage in a fresh or frozen cycle was paired with a control patient who became pregnantduring the same period of treatment. Inclusion criterion for the control group was alive birth in a fresh or frozen cycle following embryo transfer. Critical risk factors for miscarriage(p<0.05) were maternal age at the time point of oocyte retrieval und total FSHdosage and, in the t-test, also the number of metaphase II (MII) oocytes. The value for antimullerian hormone (AMH) was not correlated with the risk for miscarriage. In the twocouples with known translocations in the male partners, cytogenetic chorionic villi analysisrevealed trisomies of autologes other than those of chromosomes affected by fusion. Embryoquality was classified in A, B, C and D according to the degree of fragmentation. Neitherembryo quality nor the duration of culture for 2-3 or 5-6 days nor the number of transferredembryos was a risk factor for miscarriage. The results are not surprising becauseaneuploidy in oocytes increases with maternal age. Optimizing the intrafollicular environmentfor oocyte maturation may improve meiotic spindle function and thus reduce agedependentaneuploidy in oocytes. It can be speculated that this is the mechanism and reasonwhy more ?competent? embryos develop and pregnancy and live birth rate improve bymetformin treatment in patients at risk for gestational diabetes, e.g., PCOS patients.