Titelaufnahme

Titel
Behinderung verstehen - Behinderung denken : eine qualitative Analyse von Klassifizierungsinstrumenten am Beispiel der ICF / vorgelegt von Karin Erkenger und Christina Rumpf
Verfasser/ VerfasserinErkenger, Karin ; Rumpf, Christina
Begutachter / BegutachterinReicher Hannelore
Erschienen2011
Umfang288 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter ICF / ICF / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32779 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Behinderung verstehen - Behinderung denken [3.65 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Um ein Grundverständnis für so genannte Klassifizierungsverfahren von Menschen mit Behinderung zu erhalten, bedarf es einer Hinführung zur Thematik. Die theoretische Aufarbeitung wissenschaftlicher Literatur der vorliegenden Masterarbeit geschieht in drei wesentlichen Abschnitten. Es wird zunächst auf Definitionen, Verständnisweisen und Modelle von Behinderung eingegangen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit grundlegenden Gesetzen für Menschen mit Beeinträchtigung. Zuletzt wird die Thematik der Klassifizierungen konkretisiert. Hierin wird die Entwicklung der von der WHO erarbeiteten Klassifizierungsinstrumente dargestellt. Anschließend wird auf die International Classification of Functioning, Disability and Health als solche eingegangen.Die empirische Untersuchung beschäftigt sich mit den Fragestellungen, wie Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft wahrgenommen werden, inwiefern aktuelle gesetzliche Grundlagen ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Beeinträchtigung unterstützen und wie Einstufungsverfahren von betroffenen Personen erlebt werden. Zur Beantwortung dieser wurden gesamt elf ExpertInneninterviews geführt, wovon neun der interviewten Personen Betroffene und zwei weitere im Bereich der Inklusion von Menschen mit Behinderungen beschäftigte ExpertInnen sind. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) zeigt, dass die betroffenen ExpertInnen zwar Fortschritte im Umgang mit Menschen mit Behinderung erkennen, eine Weiterentwicklung jedoch notwendig ist, um zu leben wie andere, nicht behinderte Menschen auch. Hinsichtlich Einstufungsverfahren zeigt sich eine Diskrepanz zwischen den Aussagen Betroffener und Durchführender. Betroffene erleben die Berücksichtigung der individuellen Komponente als zu kurz greifend, was für den im Inklusionsbereich tätigen Experten jedoch ein primäres Ziel in der Durchführung von Einstufungsverfahren darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

To get a basic understanding about classification procedures, it?s necessary to initiate into a fundamental scientific knowledge about disability. The theoretical part of this master thesis is divided into three sections. First of all it dedicates to definitions, models and understandings of disability. Beyond the focus is on statutory regulations which have been agreed to support independent living for disabled persons. The third part contains an exhaustive view on classification tools in their progress and an elaborate description about the International Classification of Functioning, Disability and Health.The empirical part deals with the following questions: How are people with disabilities perceived by the general public? To what extent are legislative regulations able to encourage a self determinate way of living? And how do disabled people think and feel about the classification process? To answer these questions, eleven expert interviews have been occurred, from which nine of the interviewed persons themselves are living with a disability and two interview partners are employed in a field which supports disabled people in their individual way of living. The qualitative content analysis according to Mayring (2010) shows that the experts with disabilities on the one hand distinguish and also honour the progress in relation to disability and the handling with disability in the general public, nevertheless on the other hand a continuous development is seen as something indispensable for a life without barriers caused by their disability. Regard to classification procedure the results show a contradiction between the statements of the practicing and the concerned persons. The majority of the questioned experts with disability remark that they miss the individual component during the classification process. Especially the individual element represents priority in the implementation of classification methods, according to the statement of the practicing person.