Titelaufnahme

Titel
Die Rolle der kognitiven Flexibilität beim kreativen Denken / Fabiola Stefanie Franz
Verfasser/ VerfasserinFranz, Fabiola Stefanie
Begutachter / BegutachterinNeubauer Aljoscha
Erschienen2011
Umfang84, 23 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kreatives Denken / Kognitive Kompetenz / Kreatives Denken / Kognitive Kompetenz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32768 Persistent Identifier (URN)
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Die Rolle der kognitiven Flexibilität beim kreativen Denken [2.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die für kognitive Flexibilität und kognitive Kontrolle bedeutende Exekutivfunktion Inhibition (Friedman & Miyake, 2004) wird häufig durch sogenannte Random Sequence Generation Tasks untersucht, bei welchen Zufallsreihenfolgen produziert werden sollen. Inhibition sorgt hierbei vor allem für das Unterdrücken von stereotypen Antworttendenzen während der Aufgabe (Miyake et al., 2000), was wesentlich für die kognitive Kontrolle ist. Aufgrund widersprüchlicher Befunde über den Zusammenhang zwischen kognitiver Kontrolle und Kreativität in der Literatur, wurde in dieser Studie die Bedeutung von Inhibition gemessen durch einen Random Motor Generation (RMG) Task für Kreativität näher untersucht. Weiters wurde überprüft, ob die Dissoziationsfähigkeit (Benedek, 2009) mit Inhibition und auch mit Kreativität in Zusammenhang steht, da auch hierfür das Hemmen von Stereotypien notwendig zu sein scheint. Zur Überprüfung einer möglichen Moderator- oder Mediatorrolle wurde die Intelligenzleistung berücksichtigt. Im RMG Task wurden zwei verschiedene Taktgeschwindigkeiten (0.5 und 1 Sekunde) sowie Alternativenanzahlen (4 und 9) vorgegeben, um Differenzierungen in der Inhibition- als auch in der Updatingleistung zu untersuchen. Die Stichprobe bestand aus 104 Studierenden im Alter von 18 bis 35 Jahren. Es konnte gezeigt werden, dass Inhibition und Updating bei der schnelleren Taktgeschwindigkeit bzw. der höheren Alternativenanzahl beeinträchtigt waren. Für Inhibition konnte außerdem eine signifikante Wechselwirkung festgestellt werden. Weiters steht die Dissoziationsfähigkeit in positivem Zusammenhang mit Inhibition und divergentem Denken, allerdings nicht mit der Intelligenz. Das Hauptergebnis zeigte, dass der gemeinsame Anteil zwischen Intelligenz und Kreativität durch die Inhibitionleistung erklärt werden kann. Diesem Ergebnis zufolge sollte die kognitive Flexibilität, gemessen durch Inhibition, in zukünftigen Studien zur Kreativität und Intelligenz eine bedeutende Rolle spielen.

Zusammenfassung (Englisch)

Inhibition - an executive function - is important for cognitive flexibility and cognitive control (Friedman & Miyake, 2004). It has frequently been assessed by Random Sequence Generation tasks in which subjects have to produce random sequences. In these tasks inhibition enables the suppression of stereotype response tendencies (Miyake et al., 2000), which is essential for cognitive control. Due to inconsistent findings about the relationship between cognitive control and creativity, the present study targeted the investigation of the relevance of inhibition measured by a Random Motor Generation (RMG) task to creativity. Furthermore there was an interest in investigating the relations among dissociation ability (Benedek, 2009), inhibition and creativity, by reason that a high dissociation performance also seems to require suppressing stereotypes. To control a potential mediator model, intelligence had also been determined. In the RMG task conditions were presented with two different production speeds (0.5 and 1 second) and set sizes (4 and 9 alternatives) to explore variances in the inhibition and updating performances. A sample of 104 students aged between 18 and 35 years was recruited. The results showed that both, inhibition and updating performance decreased in conditions with a faster production speed as well as in conditions with a higher set size. Moreover an interaction between these factors was found for inhibition. Further the dissociation ability showed significant correlations with inhibition and divergent thinking, but not with intelligence. Finally the major result illustrated that the direct effect among intelligence and divergent thinking was mediated by inhibition. This finding suggests the importance of considering cognitive flexibility as measured through inhibition in future creativity and intelligence research.