Titelaufnahme

Titel
Frauenspezifische Fluchtgründe und ihre Auswirkungen auf die rechtliche und soziale Lebenssituation der Migrantinnen mit den Schwerpunkten Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und Frauenhandel / vorgelegt von Emina Saric
Verfasser/ VerfasserinSaric, Emina
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart Karin Maria
Erschienen2012
Umfang106 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Weiblicher Flüchtling / Weiblicher Flüchtling / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32704 Persistent Identifier (URN)
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Frauenspezifische Fluchtgründe und ihre Auswirkungen auf die rechtliche und soziale Lebenssituation der Migrantinnen mit den Schwerpunkten Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und Frauenhandel [0.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die doppelte und dreifache Diskriminierung der Frauen kommt insbesondere bei der Migration zum Vorschein und wirkt sich sowohl im sozialen als auch im rechtlichen System negativ auf ihre Lebenssituation aus. Es handelt sich um Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes, der Ethnie, der Religion und wird auch in der letzten Zeit am Arbeitsmarkt ausgetragen. Daher werden in dieser Masterarbeit die frauenspezifischen Fluchtgründe und ihre Auswirkungen auf die rechtliche und soziale Lebenssituation der Migrantinnen im Raum Graz analysiert. Der Schwerpunkt wurde auf die frauenspezifischen Fluchtgründe wie Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Frauenhandel gelegt, da hier am deutlichsten gezeigt werden kann, dass rechtliche Aspekte im praktischen Leben der Fluchtmigrantinnen sehr oft nicht anwendbar sind. Damit die Kluft zwischen den rechtlichen Aspekten und dem praktischen Leben gezeigt werden kann, wurden die wichtigsten Rechtsquellen im Asylrecht aus der Genderperspektive heraus analysiert und daran anschließend frauenspezifische Fluchtgründe untersucht. Die rechtlichen Unstimmigkeiten im EU-Asylrecht können am besten an Beispielen der frauenspezifischen Fluchtgründe wie Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Frauenhandel veranschaulicht werden.Darüber hinaus werden die Begrifflichkeiten erklärt sowie die bestehenden Rechtsquellen kritisch untersucht, die die frauenspezifischen Fluchtgründe als solche nicht deutlich wahrnehmen und definieren. Ein wichtiger Aspekt stellen soziale und rechtliche Auswirkungen der Fluchtmigration im Raum Graz dar, die in dieser Masterarbeit unter die Lupe genommen werden. Schließlich werden die Thesen mit einigen Fallbeispielen bekräftigt, die aus meiner Arbeit bei der Caritas am Projekt ?Gewalt im Namen der Ehre? herangeholt werden und darauf hinweisen, dass Frauen, die zwangsverheiratet sind oder Gewalt in der Familie erfahren, weiterhin struktureller Unterdrückung ausgesetzt sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The double and triple discrimination against women is especially coming to light during migration, as it affects their life situation negatively both in the social and legal system. This issue of gender, race and religious discrimination encounters the labor market lately. The theme of this master thesis therefore is to analyze the female-specific flight reasons and its impact on the legal and social situation of migrants in the area of Graz. The main focus lies on the women-specific reasons for flight, such as genital mutilation, forced marriages and trafficking of women, because the above mentioned practices tend to most evidently demonstrate the inapplicability of the legal aspects in the practical life of forced migrants. The most significant sources of law regarding the right of asylum from a gender perspective are analyzed in order to manifest a wide gulf between the legal and practical aspects of life. The juridical inconsistencies in EU asylum law and policy are best represented by the examples of women-specific flight reasons, such as genital mutilation, forced marriages and trafficking of women. This master thesis sets out an important aspect of social and legal implications of forced migration in the Graz area. In addition, the social obstacles and the problems of living life in exile, such as the socio-cultural and political integration into the existing society and the labor market, are shown from a gender perspective. Finally, these findings are confirmed through case studies, and they do reaffirm the experiences and knowledge that I did gain from my practical work for Caritas on a project called ?Gewalt im Namen der Ehre/Violence in the Name of Honor?. These experiences point out that women forced into marriage and/or subjected to violence in the family, are further exposed to continued structural oppression.