Titelaufnahme

Titel
Massenpsychologische Phänomene in der Finanzwirtschaft / Daniela Woschitz
Weitere Titel
Mass psychology in finance
Verfasser/ VerfasserinWoschitz, Daniela
Begutachter / BegutachterinSommersguter-Reichmann Margit
Erschienen2011
UmfangV, 86, : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Massenpsychologie / Finanzwirtschaft / Anlageverhalten / Massenpsychologie / Finanzwirtschaft / Anlageverhalten / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32578 Persistent Identifier (URN)
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Massenpsychologische Phänomene in der Finanzwirtschaft [0.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die turbulenten Entwicklungen an den Finanzmärkten veranschaulichen, wie Emotionen zwischen Gier und Angst die Kursverläufe verändern können. Anleger schaukeln sich durch irrationales Verhalten gegenseitig auf, bis sich ihre Emotionen zu Euphorie und Panik kumulieren. Die Folge sind irrationale Übertreibungen, die in immer wiederkehrenden Phasen euphorischer Booms und panischer Kursabstürze zum Vorschein kommen. Auch das Herdenverhalten, als massenpsychologisches Phänomen, wird für die Übertreibungen an den Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Viele Anleger orientieren sich bei der Entscheidungsfindung in unsicheren Situationen vor allem an dem Verhalten anderer Investoren. Dieser Herdentrieb führt zu kollektivem Verhalten der Anleger, das von individuell rationalen Entscheidungen abweicht. Emotionen und massenpsychologische Phänomene sind also eine mögliche Erklärung für die Dynamik an den Finanzmärkten. Der Begriff ?irrationale Übertreibung? lässt vermuten, dass Rationalität teilweise nur begrenzt oder gar nicht vorliegt. Die neoklassische Finanzierungstheorie geht jedoch von einem sich rational verhaltenden Homo Oeconomicus aus. Somit bedarf es anderer Konzepte, um die turbulenten Entwicklungen an den Finanzmärkten zu untersuchen. Die Behavioral Finance versucht gemeinsam mit der Massenpsychologie die irrationalen Übertreibungen zu erklären. Das Ziel dieser Arbeit ist es, diese beiden Konzepte miteinander zu verbinden, und dadurch sinnvolle Erkenntnisse für die Abläufe an den Finanzmärkten abzuleiten. Die Finanzmarktkrise ab dem Jahr 2007 bietet dabei die Möglichkeit, die ablaufenden Emotionen und Massenphänomene ausführlich zu beleuchten und einer finanzwissenschaftlichen Beurteilung zu unterziehen. Durch dieses Vorgehen soll ein Einblick in das Anlegerverhalten gewonnen werden, wodurch die irrationalen Übertreibungen und die dabei entstehenden Spekulationsblasen an Finanzmärkten erklärt werden sollen.

Zusammenfassung (Englisch)

The rapid changes in financial markets illustrate how emotions among greed and fear can provoke price trends. Investors build up on each other?s irrational behavior, until their emotions accumulate to euphoria and panic. The result is irrational exuberance that comes in ever recurring episodes of euphoric booms and panic price crashes. Also, herd behavior, as a mass-psychological phenomenon, is blamed for the immoderate volatility in financial markets. Many investors solely base their decision in uncertain situations on the behavior of other investors. This herd instinct leads to collective reactions of investors, which differ from individually rational decisions. All in all, emotions and mass-psychological phenomena are a possible explanation for the dynamics in financial markets. The term "irrational exuberance" suggests that rationality is limited or not available. The neoclassical theory of finance, however, is based on the crucial assumption of rational behaving homines oeconomici. Thus, it requires different approaches to describe the turbulent changes in financial markets. Behavioral finance together with mass psychology attempts to explain the irrational exuberance. The aim of this master thesis is to combine these two concepts together, and thereby derive meaningful insights for the processes in financial markets. The financial crisis from 2007 offers the possibility to illuminate the occurring emotions and mass phenomena in detail and to critically assess those phenomena from a finance perspective. This research approach provides insights into investors? behavior and partly explains the irrational exuberance and the resulting bubbles that occur on the financial markets.

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