Titelaufnahme

Titel
"Und dann haben wir da zwei zum Arbeiten bekommen..." Zwangsarbeit im kollektiven Gedächtnis des mittleren Ennstals : Unter besonderer Berücksichtigung der Thematik "Zwangsarbeiterkinder" / vorgelegt von Leena Eichberger
Verfasser/ VerfasserinEichberger, Leena
Begutachter / BegutachterinUhl Heidemarie
Erschienen2012
Umfang106 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ennstal / Steiermark / Zwangsarbeit / Geschichte 1939-1945 / Ennstal / Steiermark / Zwangsarbeit / Geschichte 1939-1945 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32460 Persistent Identifier (URN)
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"Und dann haben wir da zwei zum Arbeiten bekommen..." Zwangsarbeit im kollektiven Gedächtnis des mittleren Ennstals [2.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zwangsarbeit wurde erst in den letzten 15 Jahren ein wichtiges Thema in der Aufarbeitung der NS- Zeit. Im Forschungsmittelpunkt standen zunächst die Aufarbeitung der Erlebnisse der Deportierten sowie deren Ausbeutung durch Großkonzerne. Ziel dieser Diplomarbeit ist es, darzustellen, inwieweit sich die während der NS-Herrschaft im Mittleren Ennstal geleistete Zwangsarbeit im kollektiven Gedächtnis mehr als 60 Jahre nach Kriegsende widerspiegelt. Zentrale Fragestellung war, ob sich die Erinnerungen der interviewten Personen im Laufe der Zeit verändert haben und sich diese heute darstellen. Auch der Frage, ob das Thema NS-Zwangsarbeit in heutiger Zeit regionale Präsenz hat bzw. diskutiert wird, wurde nachgegangen. Um die diffizile Aufgabe ein einheitliches Bild über NS-Gesetzgebung und Agitationen im Ennstal zu zeichnen zu veranschaulichen, entwickelte sich im Laufe der Recherchen ein Schreibstil der ?Gegenüberstellung?: Der wissenschaftlichen Darstellung der historischen, politischen und juridischen Geschehnisse zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Aussagen von ZeitzeugInnen gegenübergestellt. Grundlage zum Verständnis der Materie ist eine prägnante Einleitung in das NS-System ?Zwangsarbeit? sowie den darin getätigten rassistisch-hierarchischen Differenzierungen zwischen den Herkunftsregionen der Deportierten. Auf Grund der forschungsproduzierten Quellen liegt der Schwerpunkt der Arbeit beim Thema ?Zwangsarbeiterkinder?. Hierzu fand sich nicht nur ein schwerwiegendes Dokument zu einem ?Kindergf[angenen]nest?, sondern es zeigte sich auch bei den Interviews, dass dieses Thema ein zentraler Moment in der Erinnerung einzelner Personen ist. Zum Abschluss wird versucht, die weiteren Schicksale der erwähnten ZwangsarbeiterInnen zu rekonstruieren und die vor allem nach der Perestroika einsetzenden Briefkontakte zwischen ÖsterreicherInnen und ehemaligen ZwangsarbeiterInnn nachzuzeichnen.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the last 15 years forced labor became one of the most researched topics of the National socialist era. The main research was to abstract the experiences made by the deported as well as exploring the machinations of industrial interests..The intention of this diploma thesis is to show how forced labor, served during the NS-Regime, is present in the collective mind of the ?Ennsvalley? more than 60 years after the end of World War II. The central problem was, how have the memories of the interviewed persons changed during time and how are they presenting them nowadays. Furthermore it tries to solve the question, if the topic of forced labor is nowadays present and discussed in the collective cognition.To draw a picture of NS-legislation and the agitation in the ?Ennsvalley? i tried to contrast the scientific description of the historic, political and judicial incidents during the time of National Socialism with testimonies of contemporary witnesses. To understand the NS-system of forced labor it is necessary to give an introduction to the racist-hierarchic differentiations between the places of origin of the deported.Despite the science-produced sources, the main focus was held on the topic ?children of forced labor workers?. According to this theme, a severe document was found, proving that there was a camp for children of forced labor workers at the ?Ennsvalley?, in which the circumstances must have been horrific. Furthermore a couple of the interviewed persons showed that pregnancy and childbirth of forced labor workers was highly important for their remembrance.The last chapter tries to give an overview of the later destinies of the forced labor workers who had been mentioned in the thesis and to show, that some of the interviewed persons received letters from their former forced farm workers after perestroika.