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Titel
Kritische Würdigung unterschiedlicher Aspekte des Vorsichtsprinzips und die Zukunft des Gläubigerschutzes in Kapitalgesellschaften / Noreen Berger
Verfasser/ VerfasserinBerger, Noreen
Begutachter / BegutachterinEwert Ralf
Erschienen2011
UmfangVII, 62 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Kapitalgesellschaft / Gläubigerschutz / Vorsichtsprinzip / Österreich / Kapitalgesellschaft / Gläubigerschutz / Vorsichtsprinzip / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32333 Persistent Identifier (URN)
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Kritische Würdigung unterschiedlicher Aspekte des Vorsichtsprinzips und die Zukunft des Gläubigerschutzes in Kapitalgesellschaften [0.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den weltweiten Rechnungslegungssystemen bestehen wesentliche Unterschiede, die in der vorliegenden Arbeit thematisiert werden. Im deutschsprachigen Raum ist der dominierende Rechnungslegungsgrundsatz das Vorsichtsprinzip. Neben dem Vorsichtsprinzip werden bilanzielle Ausschüttungsbegrenzungen als wichtiges Element des Gläubigerschutzes anerkannt, doch durch Mängel und Informationsdefizite kann es zu Reichtumsverlagerungen zwischen Eignern und Gläubigern kommen, die es zu mildern gilt. In den International Financial Reporting Standards (IFRS) hingegen steht der Grundsatz der ?fair presentation? im Vordergrund, um das Informationsinteresse unterschiedlicher Anspruchsgruppen ausreichend zu befriedigen. Die Primärzielsetzung einer Bereitstellung entscheidungsnützlicher Informationen nach internationalen Rechnungslegungsstandards impliziert, dass keine gesetzlichen Ausschüttungssperren vorgegeben sind. Stattdessen wird auf vertragliche Ausschüttungsklauseln, sogenannte ?Covenants?, seitens der Gläubiger abgestellt. Vertragliche Ausschüttungsrestriktionen, wie sie im US-amerikanischen Raum praktiziert werden, sind eine Möglichkeit die Problematik der Übervorteilung von Gläubigern zu mildern, doch sind Transaktions- und Verhandlungskosten nicht zu unterschätzen. Aufgrund zunehmender Internationalisierung und der Übernahme internationaler Rechnungslegungsstandards wird die Abkehr des ?Gläubigerschutzes durch Kapitalerhaltung? hin zu ?Kapitalerhaltung durch Information? diskutiert. Um die traditionellen Prinzipien in Einklang mit internationalen Rechnungslegungsstandards zu bringen, werden unterschiedliche Konzepte einer Gläubigerschutzimplementierung diskutiert. Eine Möglichkeit wird in der Implementierung eines anlassbezogenen Solvenztest gesehen. Unterschiedliche ökonomische Analysen dazu zeigen allerdings, dass eine standardisierte Vorgabe zur Erstellung eines solchen nicht möglich ist, sondern bestenfalls ein Handlungsrahmen bei der Erstellung vorgegeben werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

In the global accounting systems are significant differences that are discussed in this paper. In German-speaking countries the dominant accounting principle is the principle of prudence. In addition to the this principle of prudence payout limits are recognized as an important element of creditor protection, but due to deficiencies the lack of information can lead to wealth transfers between creditors and owners and opponents call it too soften. In International Financial Reporting Standards (IFRS), however, the principle of "fair presentation" is in the foreground. The aim is to satisfy the information interests of different stakeholders sufficiently. The primary objective in international accounting standards is to provide decision-useful information not set by legal instances but based on contractual payment terms, so-called "covenants". The absence of legal distribution barriers should not harm creditors. Contractual distribution restrictions, as they are practiced in the U.S. area are one way to avoid the problem of overreaching creditors wealth, but the existence of transaction and negotiation costs should not be underestimated. Because of the increasing internationalization and the adoption of international accounting standards the abandonment of the 'creditor protection through preservation of capital' can be discussed the way to 'preserve capital through information'. To bring the traditional principles in accordance with international accounting standards, different concepts of creditor protection implementation are discussed. One possibility is seen in the implementation of an event-based solvency test. Different economic analysis discussed that a standardized specification for the creation of such an event-based solvency test is not possible, but at best a framework for the creation can be specified.