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Title
"Wenn man eine richtige Haltung hat, ist immer Platz für Optimismus" : eine biografische Skizze Willi Gaischs entlang der Bruchlinien 1934 - 1938 - 1945 - 1956 - 1968 - 1989 / vorgelegt von Hanno Wisiak
AuthorWisiak, Hanno Alfred
CensorBinder Dieter-Anton
Published2011
Description157 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Annotation
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
KeywordsGaisch, Willi / Gaisch, Willi / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32247 Persistent Identifier (URN)
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"Wenn man eine richtige Haltung hat, ist immer Platz für Optimismus" [0.78 mb]
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Abstract (German)

Diese Diplomarbeit skizziert die Biografie von Willibald Gaisch (1921?2009), einem österreichischen Kommunisten, nach dem der Hörsaal A der Karl-Franzens-Universität Graz benannt wurde. Geboren in eine kommunistische Arbeiterfamilie in Graz war Gaisch von Kindesbeinen an politisch. Die historischen Bruchlinien des ?kurzen 20. Jahrhunderts? (1934 ? 1938 ? 1945 ? 1956 ? 1968 ? 1989) prägten ihn. Als Linker und Jude wurde er vom Faschismus verfolgt und kämpfte gegen ihn. Nach der Befreiung arbeitete er als Journalist bei der kommunistischen Tageszeitung ?Wahrheit? und wurde schließlich Parteifunktionär. Die Ereignisse in Ungarn 1956 betrachtete er im Einklang mit der Parteilinie als Konterrevolution; 1968 trat er jedoch gegen die militärische Intervention der Warschauer-Vertragsstaaten in der Tschechoslowakei auf, brach aber nicht mit der Partei, wie dies die anderen, die den Einmarsch verurteilten, taten. Der Kollaps des sozialistischen Lagers 1989 war wahrscheinlich die schwerste Niederlage in Gaischs Leben. Er legte seine Parteifunktionen zurück und konzentrierte sich auf die theoretische Arbeit. Das Landesprogramm der steirischen KPÖ ist sein Vermächtnis.Gaisch erlitt vor etwa 250 Studierenden bei einem Zeitzeugengespräch über den Widerstandskampf gegen die beiden Faschismen 1934?1945 einen Schlaganfall und erlag am Tag darauf den Folgen.

Abstract (English)

This Thesis outlines the biography of Willibald Gaisch (1921?2009), an Austrian communist, after which the Hörsaal A of the Karl-Franzens-Universität Graz was named. Born into a communist working class family in Graz Gaisch was a political person from his childhood on. The historical break lines of the ?short 20th century? (1934 ? 1938 ? 1945 ? 1956 ? 1968 ? 1989) imprinted him. As a leftist and a Jew he was prosecuted by and fought against fascism. After the liberation he worked as journalist in the communist daily paper called ?Wahrheit? and then became a party functionary. The incidents in Hungary in 1956 he regarded as counterrevolution and toed to the party line, in 1968 he took a firm stand against the military intervention of the states of the Warsaw pact in Czechoslovakia but did not break with the communist party as most of the others who detracted the invasion did. The collapse of the socialist camp in 1989 was perhaps the most enormous defeat in Willi Gaisch?s life. He resigned from his functions in the party and concentrated on theoretical work. The party programme of the styrian CP is his legacy.Gaisch suffered from a stroke while holding a presentation in front of about 250 students as a contemporary witness of the resistance fight against the two fascisms 1934?1945.