Titelaufnahme

Titel
Die Bedeutung und Entwicklung des Instituts der Fideikommisse im römischen Erbrecht / vorgelegt von: Iris Hörtner
Verfasser/ VerfasserinHoertner, Iris
Begutachter / BegutachterinThür Gerhard ; Pennitz Martin
Erschienen2011
Umfang156 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Fideikommiss / Römisches Recht / Fideikommiss / Römisches Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32177 Persistent Identifier (URN)
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Die Bedeutung und Entwicklung des Instituts der Fideikommisse im römischen Erbrecht [1.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitend in die Thematik der Dissertation ?Die Bedeutung und Entwicklung des Instituts der Fideikommisse im römischen Erbrecht? werden die diversen fideikommissarischen Begriffsbestimmungen, die gewohnheitsrechtliche Vorgeschichte bzw der Anerkennungsprozess der fideicommissa ausführlich illustriert. Hierauf erfolgt ein Rechtsvergleich zwischen den beiden Vermächtnisarten legatum ? fideicommissum, welcher die ursprünglich bestehenden Divergenzen zwischen den beiden Instituten veranschaulichen soll. In der Folge wird der weite Themenkomplex Einteilung, Inhalt, Form, Struktur, Interpretation, subjektive und objektive Voraussetzungen erörtert. Die systemwidrige Zulassung der Fideikommisse in der Intestaterbfolge (successio ab intestato) bildet den Inhalt des nächsten Teilkapitels dieser Dissertation. Das letzte Drittel des vorliegenden Werks beschäftigt sich mit der Jurisdiktion und Exekution und mündet schlussendlich in die Abhandlung über die Assimilierung und endgültige Verschmelzung der Fideikommisse mit den Legaten unter Kaiser Justinian.Das Verfügen eines Legats setzte vom Erblasser ein formgerecht errichtetes Testament voraus. Das Legat konnte nämlich als accessorium zum Testament (Akzessorietät zum Testament) nur gemeinsam mit bzw in diesem rechtsgültig verfügt werden. Parallel neben dem Legat existierte bereits zu Zeiten Ciceros (1. Jahrhundert v. Chr.) gewohnheitsrechtlich auch die Beerbung mittels fideicommissa. Ein fideicommissum war die Bitte (rogatio) des Erblassers an den fiduziarischen Erben, einem Dritten einen Gegenstand aus der Erbschaft auszufolgen bzw einer vom Erblasser erbetenen Handlung/Unterlassung in Bezug auf eine dritte Person nachzukommen. Zur Erfüllung dieser vom Erblasser angeordneten Bitte konnte der Erbe rechtlich nicht angehalten werden, nur die Treue (fides) und die Sitte iS einer moralischen Verpflichtung dem Erblasser gegenüber, sollten den Fiduziar dazu bewegen, das fidei (der Treue) commissum (anvertraute) zu erfüllen.

Zusammenfassung (Englisch)

As an introduction into the topic of the dissertation ?The value and development of the institute of trusts in the Roman law of inheritance? are portrayed the various formations of the different terms of the Roman fideicommissum, the prehistory in accordance with common law and the process of recognition of the institute under Emperor Augustus. Thereupon is illustrated in detail a comparison between the both types of bequests legatum (legacy) and fideicommissum (trust), which deals with the initially existing divergences between the two institutes. After that there will be taken a close look at the vast thematic complex of organization, contents, form, structure, interpretation, subjective and objective prerequisites of the fideicommissa. The granting of juridical protection for trusts also in the intestate succession (successio ab intestato), which was contrary to the form of the Roman inheritance system (nemo pro parte testatus pro parte intestatus decedere potest), is examined in the following partial chapter of the work. The last third of the dissertation pays attention to the jurisdiction and execution of trusts in the new procedure extra ordinem before the consuls and the praetores fideicommissarii and eventually flows into the dealing of the assimilation and final fusing of trusts and legacies under Emperor Justinian. A fideicommissum was in simple terms the request (rogatio) of the testator towards the trustee (fiduciarius) for the transfer of an object to a third party or the asking of the testator to carry out another duty (action or failure) regarding a third party. From a legal point of view there was no way to realize the execution of the testators arrangement, because trusts were no subject of legal protection. Only the faithfulness und fidelity (fides) and the customs (in sense of moral obligation) towards the testator, should lead to the fulfillment of the fideicommissum (which means literally entrusted to the faithfulness).