Titelaufnahme

Titel
Klassische Testtheorie: Auswirkungen der Verletzung unkorrelierter Fehler auf die psychometrische Einzelfalldiagnostik / Tanja Reininger
Verfasser/ VerfasserinReininger, Tanja
Begutachter / BegutachterinBühner Markus
Erschienen2011
Umfang29 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Klassische Testtheorie / Fehler / Klassische Testtheorie / Fehler / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-32129 Persistent Identifier (URN)
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Klassische Testtheorie: Auswirkungen der Verletzung unkorrelierter Fehler auf die psychometrische Einzelfalldiagnostik [0.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Annahme der Klassischen Testtheorie, Fehler verschiedener Testungen wären unkorreliert, wurde in der vorliegenden Studie empirisch überprüft. Lassen sich unkorrelierte Fehler bestätigen oder verfälscht eine nicht gerechtfertigte Annahme die Ergebnisse in der angewandten Diagnostik? Hierbei soll die diagnostische Präzision bei der Anwendung des Konfidenzintervalls für den wahren Wert einer Person beurteilt werden. 100 Personen spielten über einen Zeitraum von vier Wochen das Denkspiel ?Bubble Breaker? am Computer. Jeder Teilnehmer absolvierte insgesamt 200 Durchgänge à zwei Minuten, wobei die Intervalle zwischen den Spielen selbst gewählt werden konnten. Mit den 200 erhalten Testscores wurden für jede Person 100 Wertepaare gebildet, deren Ergebnis beobachtete Werte 100 ?paralleler? Tests waren. Aus diesen Testwerten wurden anschließend die wahren Werte sowie der Fehleranteil geschätzt. Die statistischen Analysen konnten, entgegengesetzt der Annahme der klassischen Testtheorie, hoch korrelierende Fehler aufdecken. Es zeigten sich Korrelationen von einem Minimum von -.56 zu einem Maximum von .82. Fehler benachbarter Testdurchgänge korrelierten höher miteinander als Messfehler weiter auseinander liegender Durchgänge. Je höher der Fehleranteil bei den ersten Testdurchgängen war, desto niedriger ausgeprägt war er bei den letzteren. Die Trefferhäufigkeit der Vertrauensintervalle variierte sehr stark. Bei 49 der 100 Probanden lag der wahre Wert zuverlässig im geschätzten Bereich um den beobachteten Wert. Bei 51 Personen erwiesen sich die Konfidenzintervalle als unpräzise. Je größere Werte die Truescore ? Schätzer annahmen, umso geringer wurde die Trefferhäufigkeit der Konfidenzintervalle (r = -.29). Zusätzlich wurden auch ein Zusammenhang der geschätzten wahren Werte mit den Fehlern sowie systematische Übungseffekte nachgewiesen.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper examines the assumption of Classical Test Theory, saying that errors of distinct tests are uncorrelated. Is this assumption justified or does it affect results in applied diagnostics when the assumption of correlated errors is violated? In addition to that the diagnostic precision of confidence intervals for individual true scores was tested. 100 subjects played the mindgame ?Bubble Breaker? on the computer within four weeks. Every participant completed 200 games with a durance of 2 minutes each. The intervals between the games could be chosen freely. With the 200 test scores received, 100 pairs were created so that finally 100 observed scores from 100 ?parallel? tests were being shown. Then true scores and error rates were estimated. Analyses showed high correlated errors with a range from -.56 to a maximum of .82, so the classical assumption of uncorrelated errors was violated. Errors of neighbouring test sessions were correlated higher than errors of sessions further apart. The higher the error rates in the beginning tests, the less marked they were in the latter. Concerning the confidence intervals the frequency of hits turned out to be highly variable. The true score hit the estimated interval around the observed score precisely in 49 of the 100 cases. For 51 subjects the confidence intervals could be regarded as inaccurate. The higher the true score estimators were, fewer hits were being shown in the confidence intervals (r = -.29). Furthermore a correlation between true score estimators and errors, as well as systematic effects of practice, were proved.