Titelaufnahme

Titel
'Das ist doch keine Kunst' : am Beispiel des unauffälligen Kunstwerks im öffentlichen Raum in Österreich / vorgelegt von Susanne Spörker
Verfasser/ VerfasserinSpoerker, Susanne
Begutachter / BegutachterinFenz Werner
Erschienen2011
Umfang124 Bl. ; 2011 : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Kunst / Öffentlicher Raum / Österreich / Kunst / Öffentlicher Raum / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31996 Persistent Identifier (URN)
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'Das ist doch keine Kunst' [2.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Aufgeben der klassischen Paradigmen, was als Kunst zu erkennen sei, führte im letzten Jahrhundert zu einer Öffnung des Kunstbegriffs. Vor allem drei Entwicklungen ermöglichten die Entstehung des unauffälligen Kunstwerks im öffentlichen Raum: Zum einen legte das Aufkommen des ready made den Grundstein für die veränderten Entstehungsbedingungen von Kunst. Die technische Produzierbarkeit wurde zur Kunst-Methode. Die Concept Art wiederum ermöglichte die Loslösung vom materiellen Objekt, wodurch es zu einer optischen Unauffälligkeit kam. Beuys lieferte mit seinem erweiterten Kunstbegriff den entscheidenden Schritt aus dem institutionellen in den öffentlichen Raum. Seine Utopie der Sozialen Plastik ermöglichte, aktives bis aktionistisches Handeln der Künstler als Kunst anzuerkennen.Doch wenn es keine formalen Kriterien mehr gibt, um Kunst zu erkennen, wird der Prozess des Sehens zum entscheidenden Vorgang, wofür Ludwig Wittgenstein mit dem Aspektwechsel und Arthur C. Danto mit der Interpretation zum Erkennen des Unterschiedes von Kunst und Nicht-Kunst zwei mögliche Erklärungen liefern.Hierbei kommt es zur Seins-Frage für die Kunst im öffentlichen Raum: Ist es besser gesehen und nicht als Kunst erkannt zu werden oder grundsätzlich nicht beachtet zu werden?Durch zwei Gegenüberstellungen wird im folgenden Text das Auftreten und Wirken des unauffälligen Kunstwerks im öffentlich Raum untersucht. Zum einen wird die unauffällige Werbekampagne von epamedia, gestaltet von ComCom, mit dem unauffälligen Eingriff Symbolisches Kapital von Flora Neuwirth verglichen. Beim zweiten Vergleich wird der sozialpolitische Eingriff der WochenKlausur bei der 11WochenKlausur. Intervention zur Lage der Obdachlosen mit der Aufschrei produzierenden Aktion Bitte liebt Österreich! von Christoph Schlingensief in Kontrast gesetzt. Gegenteiliger im Auftreten und in der Aufgabenstellung kann unauffälliges Kunst?wirken kaum erfassbarer sein.

Zusammenfassung (Englisch)

In the course of the last century the classic art-indicators, which until then told ?that is art? or ?that is not art? were abandoned and manifold developments caused by the extended art term became possible. The way for the unobtrusive work of art, where unobtrusiveness is associated with the artwork and is not automatically linked to the appearance of art, in public space was opened through three major changes: The genesis of ready made set the ground stone for altered conditions in the art making process. The technical produceability became a form of art. In turn, the Concept Art allowed detaching art from material, which led to a visual unobtrusiveness. With his comprehensive understanding of art, Joseph Beuys made the essential step out of the institutional into the public space. The transition inspired by his utopia Soziale Plastik acknowledged new artistic behaviour such as actionism.But if there are no more formal criteria to sense art, the perception becomes the critical process. Ludwig Wittgenstein?s Aspektwechsel and Arthur C. Danto with his interpretative remarks discuss the perception of the difference between art and non-art. Those resoluted into the essential key issue for the art in public space: Is it better to be seen and not recognized as art or not to be seen at all? With two comparisons the discourse about appearance and affection of the unobtrusive work of art in public space is held. First the contradiction is between the unobtrusive advertising campaign epamedia by ComCom and the unobtrusive work Symbolisches Kapital by Flora Neuwirth. The impact and technical handling conclude in a similar pattern. The other, the socio-political act 11WochenKlausur. Intervention zur Lage der Obdachlosen by WochenKlausur is paired with Christoph Schlingensief?s provocative Bitte liebt Österreich!. Unobstrusive art couldn?t be shown than in this contradictory apperance and assignement.