Titelaufnahme

Titel
Functionality of selective exposure / Marlene Schreiber
Verfasser/ VerfasserinSchreiber, Marlene
Begutachter / BegutachterinFischer Peter
Erschienen2011
Umfang116 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Informationsauswahl / Kognitive Dissonanz / Informationsauswahl / Kognitive Dissonanz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31667 Persistent Identifier (URN)
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Functionality of selective exposure [0.69 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Selektive Informationssuche bedeutet laut Festingers ?Theorie der kognitiven Dissonanz? (1957), dass Personen nach Entscheidungen bevorzugt Informationen suchen, die diese unterstützen, im Vergleich zu Informationen, die mit ihrer Entscheidung konkurieren. Kognitive Erklärungsansätze (Ditto & Lopez, 1992) weisen jedoch darauf hin, dass dissonante Informationen kritischer überprüft werden als konsonante Informationen. 2010 fand Schauenstein, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der selektiven Informationssuche und der Motivation, die getroffene Entscheidung auch in die Tat umzusetzen. Aufbauend auf diese Untersuchung war das Ziel der vorliegenden Studie, die Handlungsmotivation als Funktionalität der selektiven Informationssuche genauer zu untersuchen. Eine Stichprobe von 62 Personen sollte zu Beginn der Untersuchung eine vorläufige Entscheidung zu einer möglichen Einführung einer Solidaritätszahlung in Österreich treffen. Anschließend bestand die Möglichkeit auf einer konstruierten Website nach Informationen, die mit ihrer Entscheidung zusammenhängen, zu suchen. Die Anzahl der vorhandenen Informationen wurde manipuliert um die Informationssuche zu beeinflussen und Selektivität zu erzeugen (konsonante, dissonante oder ausgeglichene Suche). Eventuell einstellungskonformes Verhalten wurde zum Schluss über das Tätigen einer möglichen Spende gemessen. Es konnte kein Einfluss der Informationssuche auf die Handlungsmotivation nachgewiesen werden. Interessante Ergebnisse zeigten sich jedoch im Bezug auf die Lesezeit. Im Gegensatz zu den Erwartungen, die auf den kognitiven Ansätzen und teilweise auch auf der Dissonanztheorie basierten, hatte das Verhältnis der vorhandenen Information einen Einfluss auf die Lesezeiten der Teilnehmer für die unterschiedlichen Informationsarten. Darüber hinaus zeigte sich, dass konsonante Informationen besser erinnert werden konnten als dissonante Informationen.

Zusammenfassung (Englisch)

According to ?The Theory of Cognitive Dissonance? by Festinger (1964), selective exposure is defined as the preference of decision-consonant information during information search over decision-inconsistent information after making a decision. Yet, cognitive explanatory approaches (e.g. Ditto & Lopez, 1992) advise of decision-inconsistent information being tested more critically than consonant information. In 2010, Schauenstein found a relationship between selective exposure and the motivation to realize one?s decision. Constitutive to this research, the aim of the present study was to explore more detailed the motivation of realizing one?s decision as function of selective exposure. At the beginning of the research, a sample of 62 participants was asked to make a preliminary decision about the possible adoption of a solidarity tax in Austria. Afterwards participants had the possibility to search for additional information, which was associated with their prior decision, on a designated website. The amount of the available information was manipulated to influence the information search and to create selectivity (consonant research, inconsistent research or balanced research). Finally, tentative decision-consonant behavior was measured by the execution of a possible donation. The results showed no influence of the information search on the motivation to realize one?s decision. Yet, there were very interesting results related to reading-times. In contrast to the expectations based on the cognitive explanatory approaches and also partly the cognitive dissonance theory, the proportion of available information influenced participants? reading-times for the different kinds of information. Furthermore, participants showed a better memory-performance for decision-consonant information than for inconsistent information.