Titelaufnahme

Titel
Rechtshistorische Aspekte des österreichischen Grundbuchwesens : unter besonderer Berücksichtigung des Eintragungsgrundsatzes / vorgelegt von: Matthias Eder
Verfasser/ VerfasserinEder, Matthias
Begutachter / BegutachterinFraydenegg Otto
Erschienen2011
UmfangVI, 75 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Grundbuchrecht / Geschichte / Österreich / Grundbuchrecht / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31561 Persistent Identifier (URN)
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Rechtshistorische Aspekte des österreichischen Grundbuchwesens [0.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit ging es um die Herausarbeitung der Grundbuchsentwicklung in Österreich, wobei eine gewisse Schwerpunktsetzung unerlässlich war. Das alte Bodenrecht der Germanen bildet den Anfang der Recherchen für die vorliegende Arbeit. In Zeiten der Schriftlosigkeit bedurfte die Sichtbarmachung des dinglichen Rechts bestimmter Rituale. Auch der Eigentumsbegriff darf nicht mit heutigen Maßstäben gemessen werden. Aus diesen alten deutschrechtlichen Grundsätzen lassen sich einige der heute noch geltenden Grundbuchsprinzipien herleiten. Die zahlreichen Kopial- und Traditionsbücher nehmen im süddeutschen Raum eine bedeutende Stellung ein. Bei den Dominikalgütern ging es um die Festschreibung steuerlicher Vorteile und um die Beweisführung über die adelige Standeszugehörigkeit. Das Institut der Landtafeln, das in den österreichischen Kronländern zur Anwendung gelangte, darf hier nicht unerwähnt bleiben. Das ABGB 1811 sowie das allgemeine Grundbuchgesetz von 1871 stellten zweifelsohne legistische Höhepunkte dar, für die unter Maria Theresia und unter Josef II. wesentliche Weichen gestellt wurden. Der folgende Umbruch in der Gesellschaft stellte den Gesetzgeber vor neue Anforderungen. Eingebettet in die Gesamtthematik des Eigentumsbegriffes, müssen beim Rechtserwerb im Liegenschaftsverkehr Besonderheiten berücksichtigt werden, da titulus und modus einer eigenen Dokumentation bedürfen. Der heutige Grundbuchsstand ist das Ergebnis zahlreicher Entwicklungsstufen und Problemstellungen. Er stellt das vorläufige Ende eines das ganze 19. Jahrhundert über währenden Rechtsstreites dar, welcher Motor für neue Erkenntnisse und eine damit einhergehende Weiterentwicklung war. Für die Zukunft gilt es bei Reformen jedweder Natur zu bedenken, dass das Grundbuch wohl der Dokumentation dient, sich aber dem Rechtsanwender auch möglichst einfach und transparent darstellen soll.

Zusammenfassung (Englisch)

The goal of the present thesis was giving an overview of the development of the Austrian land register respecting a certain setting of priorities. The old Germanic land law was the starting point for the legal historical investigations. In periods of illiteracy the demonstration of a right in rem over immovable property was correlated to certain rituals. Furthermore, the notion of property cannot be compared with the implications of the term nowadays. The numerous cartularies should play an essential role in the southern German and Austrian regions. Their goal was the control of peasant property in the feudal system. In contrast to that the higher classes attached great importance to the inscription of their fiscal privileges as well as to the demonstration of their belonging to the nobles. In this context the citation of the venerable institution of the land board is imperative.The Austrian General Civil Code of 1811 and the general law of property code of 1871 represented undoubtedly legislative highlights which had been prepared in an essential way by the Austrian Empress Maria Theresa as well as by her son Joseph II. The following radical change in society created new legislative challenges. Deeply embedded in the issue of the notion of property, certain particularities must be regarded concerning real estate transactions, since ?titulus? and ?modus? follow their own ways of documentation. The contemporary state of the land register is the result of numerous steps of development and difficulties that had been mastered. It marks the preliminary conclusion of legal controversies throughout the whole 19th century. These controversies had created new insights and evolutions as their consequence. For the future in case of reformations of any nature it has to be considered that the land register should be a tool of documentation as well as it should be transparent and clear for the legal practitioners.