Titelaufnahme

Titel
Dolmetschkompetenz und Zweisprachigkeit / vorgelegt von Angelika Zwerger
Verfasser/ VerfasserinZwerger, Angelika
Begutachter / BegutachterinPrunc Erich
Erschienen2011
Umfang193 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Text dt., teilw. ital.
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Dolmetschen / Laie / Zweisprachigkeit / Dolmetschen / Laie / Zweisprachigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31509 Persistent Identifier (URN)
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Dolmetschkompetenz und Zweisprachigkeit [1.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit Dolmetschkompetenz und Zweisprachigkeit und mit der Frage, inwiefern sich diese beiden Konzepte decken bzw. unterscheiden. Dafür wird ein Experiment mit zweisprachigen Personen, die ihre beiden Sprachen simultan in einem natürlichen Umfeld erlernt haben und nicht als DolmetscherInnen ausgebildet sind, durchgeführt, in dem diese in einem Gespräch zwischen zwei monolingualen Personen als DolmetscherInnen fungieren. Im Allgemeinen wird beobachtet, ob und in welchem Maße natürlich zweisprachige Personen ohne Dolmetschausbildung Dolmetschkompetenz aufweisen. Anhand einiger Merkmale wie die Veränderung der Gesprächsstruktur, das Muster des turntaking und die Anrede wird im Speziellen untersucht, ob und wie natürlich Zweisprachige Einfluss auf den Gesprächsverlauf und die Gesprächsstruktur nehmen. Außerdem wird analysiert, welche Rollen natürlich Zweisprachige während der Gesprächssituation einnehmen und wie sie mit Fachvokabular und anderer problematischer Terminologie umgehen. Die Daten des Experiments werden durch die Daten der introspektiven Retrospektion und der schriftlichen Befragung ergänzt. Die Hypothese, dass Dolmetschkompetenz eine Fähigkeit ist, die nicht auf die reine Sprachkompetenz reduziert werden kann, kann bestätigt werden. Es kann festgestellt werden, dass einzelne Teilkomponenten der Dolmetschkompetenz was Sprache, Transfer und Performance betrifft, bei Zweisprachigen ohne Dolmetschausbildung zum Teil ausgeprägt sind. Die größte Schwierigkeit stellt für die DolmetscherInnen die Beibehaltung einer eindeutigen Rolle dar. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass Sprachkompetenz lediglich ein Teil der Dolmetschkompetenz ist und dass eine Dolmetschung, die den qualitativen, kommunikativen und berufsethischen Ansprüchen genügen soll, einer professionell agierenden Person bedarf, die Dolmetschkompetenz und ein ausgeprägtes Rollenverständnis besitzt.

Zusammenfassung (Englisch)

This Diploma Thesis investigates the topic of interpreting competence and bilingualism as well as the question whether these two concepts overlap. In the experiments undertaken for this thesis, bilinguals, who acquired two languages simultaneously in a natural environment and who did not have any professional training as interpreters, acted as interpreters in a discourse between two monolinguals. The analysis focuses on the question if and to what extent bilinguals without professional training show interpreting competence. Based on aspects like deviations from the normal format of discourses, the pattern of turn taking and the address, it is examined if and to what extent bilinguals have an impact on the structure and the progress of the discourse they translate. Furthermore, it is discussed which roles natural interpreters adopt during the discourse and how they cope with terminological problems. In addition to the experiments, data of retrospective introspections and written interviews are taken into consideration. The hypothesis that interpreting competence cannot be reduced to mere language competence can be confirmed. Nevertheless, the analysis showed that parts of the interpreting competence like language, transfer and performance were present in bilinguals without professional training as interpreters. The main difficulty for the bilinguals was maintaining their role as interpreters. Based on these facts, it can be concluded that language competence is only one part of the interpreting competence and that for an interpretation which serves its purpose regarding communicative, qualitative and ethical aspects, a professional is needed, who is aware of his/her role.