Titelaufnahme

Titel
Geschlechtsrollen-Selbstkonzeptaktivierung und aggressives Verhalten im sexuellen Kontext / eingereicht von: Jürgen Pirker
Verfasser/ VerfasserinPirker, Jürgen
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2012
Umfang94 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Geschlechterrolle / Selbstbild / Sexualverhalten / Aggression / Geschlechterrolle / Selbstbild / Sexualverhalten / Aggression / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31484 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechtsrollen-Selbstkonzeptaktivierung und aggressives Verhalten im sexuellen Kontext [0.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss eines subliminalen Sexualitäts-Primings auf die Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts und in weiterer Folge auf das aggressive Verhalten gegenüber anderen Personen. Geschlechterrollen liefern für beide Geschlechter unterschiedliche Verhaltensnormen für erotische und sexuelle Situationen. So sollen sich Männer dominant und initiativ verhalten, während von Frauen passives und submissives Verhalten erwartet wird. Basierend auf der Annahme, dass Sexualität mit dem Geschlechtsrollen-Selbstkonzept assoziiert ist, wird angenommen, dass im sexuellen Kontext geschlechtsbezogene Selbstinhalte zugänglicher werden und sich Personen deswegen stereotyper hinsichtlich ihres eigenen Geschlechts wahrnehmen und beschreiben. Weiters wurde erwartet, dass sich Männer im sexuellen Kontext aggressiver gegenüber Frauen verhalten, nicht aber gegenüber Männern. Außerdem wurde überprüft, ob die Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts zur Vorhersage des aggressiven Verhaltens von Männern gegenüber Frauen beiträgt.An der Studie nahmen 66 Männer und 65 Frauen in einem Alter von 18-35 Jahren aus unterschiedlichen Studienrichtungen teil. Die Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts wurde sowohl mittels expliziter als auch impliziter Maße erhoben. Die Annahme, dass es bei Männern und Frauen im sexuellen Kontext zur Aktivierung ihres entsprechenden Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts kommt, konnte nur für eine Skala bestätigt werden. So schreiben sich Männer im sexuellen Kontext schneller sozial unerwünschte maskuline Eigenschaften zu. Jedoch zeigte sich, dass sich Frauen im sexuellen Kontext weniger sozial unerwünschte feminine Eigenschaften und Männer sich weniger sozial erwünschte feminine Eigenschaften zuschrieben.

Zusammenfassung (Englisch)

This study investigated how subliminal sexual priming influenced the activation of the gender role self-concept and subsequently aggressive behavior against others. Gender roles provide different gendered behavioral norms for intimate situations. Men are supposed to behave dominantly and initiatively, whereas women are expected to behave passively and submissively. Assuming that sexuality is associated with the gender role self-concept, it was expected that gender related self-content becomes more available in sexual situations and that people would perceive and describe themselves more stereotypically regarding their own gender. It was further assumed that men would aggress more against women in sexual situations, but not against men. It was furthermore anticipated that the activation of the gender role self-concept contributes to the prediction of men?s aggressive behavior against women. Sixty six male and sixty five female students aged between 18 and 35 years participated in this study. The activation of the gender role self-concept was measured explicitly and implicitly. The assumption that sexual context triggers the activation of the gender role self-concept could only be confirmed for one scale. In sexual situations men ascribed socially undesirable masculine attributes faster to themselves. However, it was shown that women ascribe less socially undesirable feminine attributes to themselves whereas men ascribe less desirable feminine attributes to themselves in sexual situations.