Titelaufnahme

Titel
Ehebruch und Schadenersatz / von Martin Streitmayer
Verfasser/ VerfasserinStreitmayer, Martin
Begutachter / BegutachterinHinteregger Monika
Erschienen2011
UmfangVII, 71 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Ehebruch / Schadensersatz / Recht / Österreich / Ehebruch / Schadensersatz / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31434 Persistent Identifier (URN)
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Ehebruch und Schadenersatz [0.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel ?Ehebruch und Schadenersatz? beschäftigt sich mit den schadenersatzrechtlichen Folgen eines begangenen Ehebruchs für die Eheleute und den am Ehebruch beteiligten Dritten.Beginnend mit einer Definition der Ehe sollen zunächst die aus dieser entspringenden persönlichen Rechtswirkungen und die daraus resultierenden Rechte und Pflichten der Ehegatten dargestellt werden. Anschließend werden die allgemeinen Voraussetzungen für einen Schadenersatzanspruch infolge eines Ehebruchs näher erörtert, wobei der Frage, ob aus der Rechtsordnung ein Gebot abgeleitet werden kann, das den sexuellen Kontakt zu einer verheirateten Person verbietet, besondere Bedeutung zu kommt. Darauffolgend werden beginnend mit der Rückforderbarkeit geleisteter Unterhaltsbeiträge für das vermeintliche Kind des Scheinvaters, die möglichen ersatzfähigen Schäden näher betrachtet.Als Ergebnis der Arbeit stellt sich heraus, dass Schadenersatzansprüche, die sich als Folge eines ehewidrigen Verhaltens ergeben, nur in einem beschränkten Umfang zugestanden werden.Der geschädigte Ehegatte kann den Ersatz des Abwicklungsinteresses, also jene Vermögensschäden die nicht im Vertrauen auf den Bestand der Ehe entstanden sind, vom anderen Ehegatten, einklagen. Der am Ehebruch beteiligte Dritte hat nur dann Schadenersatz zu leisten, wenn besondere Zurechnungsmomente, etwa eine bestehende Aufklärungspflicht oder vorsätzliche sittenwidrige Schädigung vorliegen.Schäden, die dem betrogenen Ehegatten im Vertrauen auf den Bestand der Ehe entstanden sind, fallen unter den Begriff Bestandsinteresse und sind nicht ersatzfähig.

Zusammenfassung (Englisch)

The present work entitled ?adultery and compensation? deals with the compensation consequences of a committed adultery for the spouses and third parties involved in adultery.Beginning with a definition of marriage that arises from this initial investigation into the personal legal effects and the resulting rights and obligations of spouses are shown. Then the general requirements for a claim for damages as a result of adultery will be discussed, whereas the question if from the legal system the rule can be derived, that prohibits the sexual contact with a married person, will be emphasized. Subsequently are starting with redemanding of subsistence payment for the putative child, the possible redemanding of damages examined.As a result of the work it turns out that compensation rights for a committed adultery are limited conceded.The deceived spouse is possible to claim the financial losses from the other spouse, which are not arosen from the trust of the existence of the marriage . The third parties involved in adultery only has to settle compensation if there are more duties, like an obligation to inform or immoral damnification of the spouse.Damages to the deceived spouse incurred in reliance on the existence of the marriage are not possible to replace.