Titelaufnahme

Titel
Prospektiv randomisierter Vergleich zwischen Kurz- und Langzeit Coinkubation der Gameten während einer konventionellen IVF / Thekla Kern
Verfasser/ VerfasserinKern, Thekla
Begutachter / BegutachterinEbner Thomas, Mag. Dr. Uni.-Do ; Petek Erwin, DDr. Ao. Univ. Pr
Erschienen2011
UmfangII, 44 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Extrakorporale Befruchtung / Extrakorporale Befruchtung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31347 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Prospektiv randomisierter Vergleich zwischen Kurz- und Langzeit Coinkubation der Gameten während einer konventionellen IVF [7.71 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der konventionellen IVF werden die Eizellen übernacht mit Spermien versetzt. Dadurch kommt es auch zu einer langen Exposition mit von den Spermien gebildeten Schadstoffen (z.B. ROS). Verschiedene Studien berichten von einer Verbesserung der Befruchtung und der embryonalen Entwicklung durch eine Verkürzung der Coinkubationszeit der Gameten. In dieser prospektiven Studie wurde die 1-Stunden Coinkubation (Studiengruppe) mit der Übernacht Coinkubation (Vergleichsgruppe) verglichen und erstmalig in diesem Zusammenhang die Blastozystenbildungsrate analysiert. Es wurden insgesamt 460 Eizellen aus 38 IVF Zyklen eingeschlossen. Diese Eizellen wurden pro Patientin je zur Hälfte in die Studiengruppe und in die Vergleichsgruppe randomisiert. Endpunkte waren die Befruchtungsrate (2Pn), die Polyspermierate (>2Pn), die Embryoqualität, die Blastozystenbildungsrate, die Schwangerschafts- und Implantationsrate. Die Befruchtungsrate unterschied sich zwischen beiden Gruppen nicht signifikant: Studiengruppe 60,2% versus Vergleichsgruppe 69,3% (P = 0,059). Der Trend zu weniger Polyspermien in der Studiengruppe (4,2% versus 8,3%, P = 0,093) erreichte ebenfalls keine statistische Signifikanz. In der Entwicklung der Embryonen konnten nur am Tag 4 der Embryonenkultur signifikant mehr Embryonen bester Qualität in der Vergleichsgruppe (50,9 versus 63,5, P = 0,044) gefunden werden, allerdings unterschied sich die Blastozystenbildungsrate und die Anzahl der Blastozysten bester Qualität am Tag 5 nicht. Kein Unterschied wurde in der Schwangerschafts- und Implantationsrate gefunden. Zusammenfassend bestätigte diese Studie, dass durch eine kürzere Coinkubationszeit eine vergleichbare Befruchtungsrate erreicht wird und sich ein Trend zu weniger Polyspermien abzeichnet. Es zeigte sich keine Verbesserung der embryonalen Entwicklung bis zur Blastozyste und letztendlich der Schwangerschafts- und Implantationsrate. Deshalb bringt die kurze Coinkubationszeit von einer Stunde klinisch keinen Vorteil.

Zusammenfassung (Englisch)

In conventional IVF oocytes are exposed to sperm overnight. In this long period of gamete co-incubation oocytes can be affected by toxic products of sperm like ROS. Recent reports have suggested that a shortened incubation time improved fertilization rates as well as embryo development. The objective of this study was to compare the outcome of a short 1 hour gamete co-incubation to the standard overnight co-incubation. In this context the blastocyst formation rate was investigated for the first time. In this randomized, prospective study 460 sibling oocytes from 38 IVF cycles were divided into gamete co-incubation for 1 hour (study group) and overnight gamete co-incubation (control group). Endpoints were fertilization rate (2Pn), polyspermy, embryo quality, blastocyst formation rate, pregnancy rate and implantation.The normal fertilization rate of the two groups were similar: study group 60,2% versus control group 69,3% (P = 0,059). A lower rate of polyspermy was seen in the study group (4,2% versus 8,3%, P = 0,093) but not statistically significant. The quality of the embryos on culture-day 4 was significantly better in the control group. No statistically significant differences in blastocyst formation rate, pregnancy rate and implantation were found. In conclusion this study confirmes that the same fertilization rate and lower polyspermy can be achieved with the short gamete co-incubation of one hour. No improvement of blastocyst formation rate, pregnancy rate or implantation rate could be found. In this regard, the short gamete co-incubation is not of clinical relevance.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 72 mal heruntergeladen.