Titelaufnahme

Titel
Protestantische Rüstungen im Grazer Zeughaus : Untersuchungen anhand 15 Rüstungen im Grazer Zeughaus auf einen protestantischen Bezug / vorgelegt von Mario C. Schmidt
Verfasser/ VerfasserinSchmidt, Mario
Begutachter / BegutachterinLein Edgar
Erschienen2012
Umfang202 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Landeszeughaus / Protestantismus / Landeszeughaus / Protestantismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31305 Persistent Identifier (URN)
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Protestantische Rüstungen im Grazer Zeughaus [8.26 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Protestantische Rüstungen im Grazer ZeughausDie Geschichte des Grazer Landeszeughauses als Ausstatter für die Grenzverteidigung gegen die osmanische Bedrohung ist untrennbar mit der Reformationsbewegung verbunden. In Innerösterreich fand die Reformation zeitlich nur einen kurzen Niederschlag, der allerdings umso heftiger ausfiel, da sie von einem Großteil der Bevölkerung und des Adels mit Begeisterung aufgenommen wurde. Innerösterreich hatte die Hauptlast der Grenzverteidigung des Habsburgerreiches zu tragen, dessen nominelles Oberkommando zwar der erzkatholische Habsburger Karl II. hatte, Finanzierung, Organisation und Grenzkommando lagen allerdings beim protestantischen Adel. Diese politische Situation hat die Untersuchung von 15 Rüstungen im Grazer Landeszeughaus auf deren Verbindung zum protestantischen Adel hin angeregt. Auf der Basis von protestantischen Bildprogrammen, wie sie in zahlreichen Epitaphien und Altären der Steiermark zu finden sind, wird ein Vergleich mit Motiven an habsburgischen Waffen vorgenommen. Die Heftigkeit der konfessionellen Auseinandersetzung, die schon unter Karl II. zu Machtkämpfen und auch Vertreibungen führte und unter seinem Sohn Ferdinand II. in den Dreißigjährigen Krieg mündete, war ausschlaggebend für das öffentliche Zuschaustellen religiöser Überzeugung an Harnischen ? Religion war keinesfalls Privatsache. Stilistische Merkmale und Inventare helfen, eine zeitliche, geografische und konfessionelle Präzisierung zu treffen. Ergänzt wird diese Arbeit durch einen Abriss der Produktions-, und Verzierungsmethoden, der wirtschaftlichen Verflechtungen Mitteleuropas in Bezug auf die Waffenerzeugung und den Eisenhandel im Allgemeinen sowie eine Darstellung der Probleme der Grazer Plattner im Speziellen.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract: Protestant Armour in the Styrian Armoury (Landeszeughaus)The history of the Styrian Armoury, which was main supplier for the troops committed to border defence, is without doubt linked to reformation and counter-reformation. Protestant Reformation did not last for a long time in Inner Austria but had even more impetus because the change was welcomed by a better part of the general public as well as the nobility. The region was hotly contested and Protestant classes were responsible for border control. My examination of 15 potential Protestant armours of the Styrian Armoury acts on this historical fact and the selection process was based on Protestant iconographic programmes, which are recorded on numerous Styrian epitaphs and altars; counter evidence can, for example, be found in the iconographic themes of Habsburgian weaponry. Due to the force of the religious conflict, which led to power struggles and banishment during the reign of Karl II and let to the 30-years war under Ferdinand II, ornaments on (Protestant) armours are proof of publicly displayed religious belief. In these times religion was not only practiced in private! Additionally I contrast stylistic elements of the armours with supplier directories, which enormously helps to specify temporal, local and confessional boundaries. Additionally, I provide a general discussion of production and decoration methods used by the armour industry, the economic integration of arms industry and iron and steel trade and specifically concentrate on the problematic economic situation of armourers in 16th century Graz.