Titelaufnahme

Titel
Towards extraterritorial obligations of economic, social and cultural rights: A case of the right to food / von Julia Cortolezis
Verfasser/ VerfasserinCortolezis, Julia
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2011
Umfang109 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Menschenrecht / Lebensmittel / Menschenrecht / Lebensmittel / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31296 Persistent Identifier (URN)
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Towards extraterritorial obligations of economic, social and cultural rights: A case of the right to food [0.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der heutigen, globalisierten Welt verlieren territoriale Beschränkungen zusehends an Wichtigkeit, und Individuen werden mit zunehmender Häufigkeit von nicht-staatlichen Akteuren oder fremden Staaten in ihren Menschenrechten beeinträchtigt, wodurch es zu immer größer werdenden Lücken im Bereich des Menschenrechtsschutzes kommt. Diese Diplomarbeit überprüft daher, ob extraterritoriale Staatenpflichten wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte existieren, insbesondere in Bezug auf das Recht auf Nahrung, und analysiert Art, Ausmaß und Inhalt einer solchen Staatenverpflichtung. Außerdem ergründet sie den Einfluss der Globalisierung auf die Notwendigkeit von extraterritorialen Staatenpflichten und überprüft, ob das Konzept extraterritorialer Staatenpflichten mit der staatlichen Souveränität vereinbar ist. Mögliche Rechtsgrundlagen werden erörtert und eine genaue Analyse der drei verschiedenen Kategorien menschenrechtlicher Staatenverpflichtungen (zu respektieren, zu schützen und zu gewährleisten) vorgenommen; des Weiteren wird untersucht, ob diese Verpflichtungen sowohl im unilateralen, als auch im bi- und multilateralen Kontext vorliegen. Nach einer Untersuchung der Rechtsgrundlagen sowie des normativen Gehalts des Rechts auf Nahrung wird der Fokus auf drei Fallstudien gelegt, welche gefährdete Nahrungsmittelmärkte und Subventionen, mögliche Probleme von Überproduktionen sowie die Nahrungsmittelkrise am Horn von Afrika untersuchen. Jede Kategorie der extraterritorialen Staatenverpflichtung (respektieren, schützen und gewährleisten) wird durch eine eigene Fallstudie veranschaulicht und analysiert. Die Diplomarbeit legt schließlich an Hand dieser Fallstudien dar, dass extraterritoriale Staatenpflichten existieren. Sie evaluiert deren Rechtsqualität und erörtert, unter welchen Umständen extraterritoriale Staatenverpflichtungen das Recht auf Nahrung zu respektieren, zu schützen bzw. zu gewährleisten, nicht eingehalten werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In this globalised world the importance of territorial boundaries is diminishing and individuals are increasingly affected by actions taken by non-state actors and by states other than their own, causing a growing gap of human rights protection. The purpose of this thesis is to determine whether extraterritorial obligations of economic, social and cultural rights, and especially of the right to food, exist, and if so, what their nature, extent and content is. The thesis focuses on the position of extraterritorial obligations in international law, identifies how globalisation has affected the need for extraterritorial obligations and assesses whether the concept of extraterritorial obligation is compatible with the principle of sovereignty. After defining the legal foundations of extraterritorial obligations, the different levels of obligations are examined, with a focus on the tripartite typology of obligations (respect, protect, fulfil). It will be discussed whether these obligations emerge only through unilateral action or also within bilateral and multilateral cooperation. Following an examination of the legal foundations and the normative content of the right to food, the focus lies on three case studies, which comprise vulnerable food markets and subsidies, the problems arising if markets are challenged by overproduction and import floods, and the food crisis in the Horn of Africa. Each extraterritorial obligation (to respect, to protect and to fulfil) will be clarified and analysed by one corresponding case study, and the thesis shows that extraterritorial obligations exist, evaluates their respective binding nature, and discusses under which circumstances there might be a violation of the extraterritorial obligation to respect, protect or fulfil the right to food.