Titelaufnahme

Titel
Der Handlungsrahmen beim Gerichtsdolmetschen mit besonderem Augenmerk auf die Neutralität : eine empirische Erhebung / vorgelegt von Jefimija Cvijetić
Verfasser/ VerfasserinCvijetić, Jefimija
Begutachter / BegutachterinPrunc Erich
Erschienen2011
Umfang186 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gericht / Dolmetschen / Neutralität <Gericht> / Gericht / Dolmetschen / Neutralität <Gericht> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31203 Persistent Identifier (URN)
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Der Handlungsrahmen beim Gerichtsdolmetschen mit besonderem Augenmerk auf die Neutralität [1.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wegen der möglichen Konsequenzen für das Gerichtsverfahren und alle AkteurInnen, werden die Fragen nach dem Handlungsrahmen und der Neutralität der GerichtsdolmetscherInnen immer häufiger gestellt und in verschiedenen Rechtskreisen sowohl von Translations- als auch von Rechtswissenschaftlern behandelt. So herrscht beispielsweise unter vielen JuristInnen und AuftraggeberInnen die Auffassung, dass beim Dolmetschen jede Aussagen der Ausgangssprache durch ein genaues Äquivalent in der Zielsprache ersetzt werden kann. Deshalb wird von GerichtsdolmetscherInnen gefordert, absolut neutral zu dolmetschen. Diese ?Neutralität? oder ?Unparteilichkeit? kann jedoch aufgrund verschiedener Gegebenheiten kaum erfüllt werden.Zum einen sind Translationsprozesse an sich schon subjektiv und zum anderen haben unterschiedliche AkteurInnen verschiedene Perspektiven und Erwartungen an den gedolmetschten Kommunikationsprozess und die Definition von Neutralität. Außerdem versuchen in der Institution Gericht grundsätzlich alle AkteurInnen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bzw. mit ihrer Macht ihre Ziele zu erreichen.GerichtsdolmetscherInnen stehen während ihrer Tätigkeit in diesem Spannungsfeld und müssen ständig komplexe Entscheidungen sowohl zum Translat, als auch zum Ausmaß an Intervention oder Ausmaß an Unparteilichkeit treffen. Die verschiedenen Rollen, die GerichtsdolmetscherInnen dabei einnehmen, werden in der vorliegenden Arbeit ebenso behandelt.Im empirischen Teil werden die Perspektiven der österreichischen StrafrichterInnen im Bezug auf die Praxis des Gerichtsdolmetschens analysiert. Die empirische Erhebung wurde mittels qualitativer Leitfadeninterviews durchgeführt und mit anderen Studienergebnissen verglichen. Dabei wurden häufige Fragestellungen zu den sprachlichen, kulturellen und ethischen Aspekten in Zusammenhang mit Gerichtsdolmetschen behandelt.

Zusammenfassung (Englisch)

The question about the scope of action for court interpreters and neutrality they have to preserve has been asked more frequently because of the possible consequences for the trial, as well as for other participants of the court hearing. This question has been asked by lawyers, translation and law scholars. For example, many attorney?s and clients believe that each source language assertion can be rendered by its complete equivalent in the target language. That is why court interpreters are stipulated to interpret neutrally. However, it is not possible to always maintain this ?neutrality? or ?impartiality?.On the one hand, translation processes are subjective per se, on the other hand, different participants have different ideas and expectations about the interpreted communication process, as well as about the definition of neutrality. Besides, at court, all participants are trying to attain their goals by all available means, or rather, to attain them by the power they have. Court interpreters find themselves in this area of conflict during their activity as interpreters. This means that they always have to make complex decisions about the interpretation and about the scope of intervention or scope of impartiality during the court hearing. That is why different roles which court interpreters take during their activity are also considered in this study.The empirical part of the study analyzes the perspectives of the Austrian criminal court judges in relation to the practice of the court interpreter. Interview guide was used for the empirical part of the study. After that, the results were compared to other already existing study results. In doing so, common linguistic, cultural and ethical aspects connected to court interpreting were also examined.