Titelaufnahme

Titel
Das Konzept der Identität in der italienischen Migrationsliteratur von 1980 bis heute / vorgelegt von Elke Wohlmutter
Verfasser/ VerfasserinWohlmutter, Elke
Begutachter / BegutachterinErtler Klaus-Dieter
Erschienen2012
Umfang98 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Italien / Afrikanischer Einwanderer / Italienisch / Migrantenliteratur / Roman / Geschichte 1980-2012 / Italien / Afrikanischer Einwanderer / Italienisch / Migrantenliteratur / Roman / Geschichte 1980-2012 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31194 Persistent Identifier (URN)
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Das Konzept der Identität in der italienischen Migrationsliteratur von 1980 bis heute [0.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In vorliegender Arbeit wurden vier Romane, die zum Kanon der italienischen Migrationsliteratur gehören, auf das Konzept der Identität hin, analysiert. Die Autoren der Romane Immigrato, Io, venditore di elefanti, Chiamatemi Alì und Fiamme in paradiso sind allesamt Migranten aus Afrika, die mit der Hoffnung nach Italien auswandern, sich dort ein besseres Leben aufbauen zu können. Die meist autobiografischen Erzählungen thematisieren den schwierigen Weg hin zur Integration im Gastland, und der damit verbundenen Suche nach einer neuen, dem Gastland Italien angepassten Identität. Die vier Hauptfiguren gehen mit dem Konzept der Identität auf unterschiedliche Art und Weise um, was in der Analyse der Werke sichtbar wird. Die Erzählungen sind geprägt von häufigen Wechseln der Identität, die meist mit der jeweiligen Lebenssituation der Protagonisten zusammenhängen. Das Hauptaugenmerk vorliegender Arbeit wird auf die unterschiedlichen Zugänge der Protagonisten gelegt, zu sich selbst zu finden und sich eine neue Identität aufzubauen.Bei der Suche nach der Identität spielt die Verwurzelung in der Heimatkultur und in der Sprache des jeweiligen Herkunftslandes eine bedeutende Rolle. Viele Migranten halten auch im Einwanderungsland strikt an den Sitten und Bräuche ihrer Heimat fest, auch wenn dies oft mit Schwierigkeiten in der neuen Kultur verknüpft ist. Erst nach einiger Zeit in der neuen Heimat sind die Protagonisten der vier analysierten Romane bereit, sich an die neue, italienische Kultur anzupassen. Dies zeigt sich durch die häufigere Verwendung der italienischen Sprache und der Distanzierung und teilweise der Hinterfragung ihrer Heimatkultur. Am Ende der vier Romane zeigt sich, dass die Hauptfiguren es geschafft haben sich in Italien zu integrieren und sich eine neue Identität aufzubauen, die sie nicht mehr, so wie am Beginn ihrer Auswanderung, aus der italienischen Gesellschaft ausschließt.

Zusammenfassung (Englisch)

In this paper four novels, which are part of the canon of migration literature in Italy, have been analyzed with regard to the concept of identity. The authors of the novels Immigrato, Io, venditore die elefanti, Chiamatemi Alì and Fiamme in paradiso are all migrants from Africa, who emigrated to Italy hoping to be able to establish a better life in Europe. The mostly autobiographical narrations discuss the difficult way of integration in the host country and the related search for an identity, which is adapted to Italian culture. The four protagonists deal in very different ways with the concept of identity, which is visible in the analysis of the four narratives. The frequent changes of identities, which often are in relation to the respective life situations of the protagonists, characterize the novels.In this paper, particular attention is paid to the different approaches the protagonists chose in order to discover themselves and to build up a new identity.During the search for a new identity, their connection to the home culture and to their native languages is of importance. Many migrants adhere strictly to the traditions and customs of their home countries, even though this is often related to difficulties in the new home country, whose culture is different. Only after a while in the new country the protagonists of the four analyzed novels are willing to adapt their behavior to the culture of the new home country, Italy. This can be identified through the more frequent use of the Italian language and the distancing of traditions and values of the home country. At the end of the four novels it is shown that the protagonists were able to integrate themselves in Italy and to build up a new identity which does not exclude them anymore from Italian society. Thanks to their new identity and the related escape from clandestinità, the migrants become part of the Italian society and are now able to live a life they were searching for.