Titelaufnahme

Titel
Konstruktion von Behinderung und Geschlecht im Beruf : die Situation von rollstuhlfahrenden Frauen und Männern im Büro / Sabine Rindler
Verfasser/ VerfasserinRindler, Sabine
Begutachter / BegutachterinWetterer Angelika
Erschienen2011
Umfang115 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Körperbehinderung / Arbeitsplatz / Geschlechtsunterschied / Körperbehinderung / Arbeitsplatz / Geschlechtsunterschied / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31172 Persistent Identifier (URN)
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Konstruktion von Behinderung und Geschlecht im Beruf [0.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der Masterarbeit ist es, die Situation von rollstuhlfahrenden Frauen und Männern im Büro aufzuzeigen. Betrachtet wird hierbei die Situation am ersten Arbeitsmarkt. Konstruktionsprozesse von Behinderung und Geschlecht im Beruf werden analysiert. Neben dem Geschlecht wird die Bedeutung einer angeborenen bzw. erworbenen Behinderung im Zusammenhang mit einer Berufstätigkeit aufgezeigt, als auch die Wahrnehmung der Berufssituation in Abhängigkeit zum Kontakt zur Öffentlichkeit im Beruf erörtert. Grundlage für die Beantwortung der Forschungsfragen ist eine Befragung von ExpertInnen für Menschen mit Behinderung im Beruf sowie von berufstätigen RollstuhlfahrerInnen, welche im Büro arbeiten. Eine soziologische Annäherung an das Thema erfolgt vorerst über eine Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen von Behinderung und Theorien zur Konstruktion von Behinderung und von Zweigeschlechtlichkeit sowie über Theorien zu Körper, Macht und Normalität. Einen wichtigen Beitrag zur Soziologie von Behinderung und für die Interpretation der Ergebnisse aus den Interviews liefert Erving Goffman mit seiner ?Stigma-Theorie?. Goffman zeigt auf, inwiefern ein Stigma eine Interaktion steuern kann und thematisiert mögliche Umgangsweisen des stigmatisierten Individuums mit seinem Stigma in der Interaktion. Es wird sich zeigen, dass die Sichtbarkeit einer Behinderung im Kontakt zu ArbeitskollegInnen und KundInnen eine entscheidende Rolle spielt, dabei jedoch je anders wirkt. Das Geschlecht spielt in der Berufstätigkeit der befragten RollstuhlfahrerInnen kaum eine Rolle und wird durch die Kategorie ?Behinderung? überlagert. Die Omnirelevanzannahme von Geschlecht kann in dieser Studie widerlegt werden. Es zeigt sich, dass die Dauer der Behinderung, die Höhe einer Lähmung und die Arbeitsplatzanpassung an die Bedürfnisse von RollstuhlfahrerInnen, jene Faktoren sind die sich zentral auf die Wahrnehmung der Berufsituation der befragten RollstuhlfahrerInnen auswirken.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this master thesis is to show the situation of female and male wheelchair users in the office. The situation in the primary labor market is considerd. The construction processes of disability and gender at work are analyzed. Besides gender, the importance of a congenital respectively acquired disability in context of a professional activity as well as the perception of the job situation in relation to the public contact at work will be demonstrated. Basis for answering the research questions is a survey of experts for people with disabilities at work and in the office working wheelchair users. A sociological approach to the topic ensues through a discussion of theoretical models of disability and on theories of the construction of disability and gender as well as on theories of body, power and normalcy. Erving Goffmans ?Stigma? theory provides an important contribution to the sociology of disability and also for the interpretation of the results of the survey. Goffman shows how a stigma controls an interaction and he discusses how the stigmatized individual deals with his stigma in the interaction. It turns out that the visibility of a disability plays a crucial role in the contact with work colleagues and customers, but it affects each differently. Gender scarcely influences the professional activity of the interviewed wheelchair users and is superimposed by the disability category. The assumption that gender is omnirelevant can be disproved in this study. It turns out that those factors which affect the perception of the job situation of the interviewed wheelchair users the most, are the duration of the disability, the spinal level of a paralysis and the adaption of a workplace to the needs of wheelchair users.