Titelaufnahme

Titel
Boliviens Entwicklung unter dem IWF und der Regierung Morales : eine Soziale und Ökonomische Bestandsaufnahme / Lisbeth Keplinger
Verfasser/ VerfasserinKeplinger, Lisbeth
Begutachter / BegutachterinKurz Heinz-Dieter
Erschienen2011
Umfang103 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
SchlagwörterMorales Ayma, Evo / Bolivien / Internationaler Währungsfonds / Morales Ayma, Evo / Bolivien / Internationaler Währungsfonds / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31112 Persistent Identifier (URN)
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Boliviens Entwicklung unter dem IWF und der Regierung Morales [1.02 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit ist es, Boliviens Entwicklung bezüglich der Reduktion von Armut unter einerseits dem ?Washington Consensus? des Internationalen Währungsfonds und andererseits den ?alternativen? Reformstrategien Evo Morales zu betrachten. Um diese Untersuchung durchführen zu können, werden die theoretischen Hintergründe beider Herangehensweisen vorgestellt. Die theoretische Basis des IWF bildet der ?Washington Consensus?, welcher auf den Theorien des Solow-Wachstumsmodell, der Kuznets Hypothese und der Konvergenztheorie beruht. Durch die Kritik am ?Washington Consensus? entwickelten sich die ?alternativen? Reformansätze. Grundsätzlich unterscheiden jene sich von den marktorientierten Strategien des IWF der 1980er und 1990er Jahre in der Behandlung von Problemen wie steigender Ungleichheit, Instabilität und der Reduzierung der Rolle des Staates. Die sogenannte ?New Political Economy? Stiglitzs, die ?Neue Wachstumsstrategie? Rodriks und die ?Poverty-Traps-Theory? Azariadis/Stachurski entwickelten sich und werden in dieser Arbeit vorgestellt. Im empirischen Abschnitt wird versucht, die aus der Theorie gezogenen Schlussfolgerungen der jeweiligen Strategien mit dem Ziel der Armutsreduzierung zu vergleichen. Dabei wird die Entwicklung Boliviens in die Phase vor den IWF-Interventionen (1952-1984), die Reformen der I. Generation (1985-1990), die Reformen der II. Generation (1990-2003) und die Ära Evo Morales (seit 2006) eingeteilt. Die Schlussfolgerung dieser Untersuchung (Daten der Weltbank) zeigt eindeutig, dass durch die Interventionen des IWF (1984-2003) keine Reduktion der Armut erzeugt werden konnte, auch die Ungleichverteilung nahm stark zu. Wohingegen die Maßnahmen der Regierung Morales äußerst vielversprechende Mittel darstellen, um das Land aus der Armutsfalle zu führen. Obwohl sich schon Tendenzen in Richtung der Reduktion von Armut und Erzeugung eines gerechter verteilten Vermögens abzeichnen, werden sich die tatsächlichen Auswirkungen erst in Zukunft zeigen.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this paper is to analyse Bolivias development regarding the reduction of poverty. This is done on the one hand under the Washington Consensus, the policy strategy of the IMF (1984-2003), and on the other hand under the governance of Evo Morales (since 2006).First of all the theoretical background of the two strategies are presented. That is the market orientated setting of the IMFs Washington Consensus, namely the Solow growth model, the Kuznets hypothesis and the convergence theory. Out of this neoliberal strategies objected by the IMF a great deal of critique developed, this could be summarized as the ?alternative? approach to reforms. In this paper the ?New Political Economy? by Joseph Stiglitz, the ?New Growth Strategie? by Dani Rodrik and the ?Poverty Traps Theory? by C. Azariadis /J. Stachurski are mentioned, which could be seen as ?alternative? poverty reduction strategies. These two approaches differ essentially in dealing with problems of increasing inequality, volatility and the role of the state as an economic actor.The empirical part of this paper tries to point out the impact of the two highly differential methods on the objective of poverty reduction in Bolivia. This is done by dividing Bolivias development in the ?Pre-Reform-Period? (1952-1984), the 1st Generation of Reform (1985-1990), the 2nd Generation of Reform (1990-2003) and the age of the governance of Evo Morales (since 2006). The conclusion of this investigation, which is based on data of the World Bank, is clear: The measures taken by the IMF failed to decrease poverty, contrariwise the poverty situation got worse and the division of assets got more unequal than ever. While the measures which so far have been taken by the Morales government seem quite auspicious. Although there is a positive tendency, a slightly decrease in poverty, the future will show the impact on the social wealth of Bolivia.