Titelaufnahme

Titel
Alles bleibt anders : eine Bestandsaufnahme von Zukunftsvorstellungen in ausgewählten österreichischen Filmen / Marie-Therese Mitteregger
Verfasser/ VerfasserinMitteregger, Marie-Therese
Begutachter / BegutachterinMoebius Stephan
Erschienen2011
Umfang164 S. : 2 Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Film / Zukunft <Motiv> / Österreich / Film / Zukunft <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-31032 Persistent Identifier (URN)
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Alles bleibt anders [1.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein Film ist ein Bild einer Gesellschaft, ihrer Werte und Normen, mehr noch ihrer kulturellen Gegebenheiten, die sie direkt und oder indirekt beschäftigt. Auch Zukunftsvorstellungen stellen ein wichtiges, bis dato viel zu selten wissenschaftlich analysiertes, Phänomen einer Gesellschaft und ihrer Individuen dar. Zukünftige Perspektiven haben eine transzendierende Wirkung auf die Wirklichkeit und prägen infolgedessen den sozialen Raum in dem sie formuliert werden. Im Zusammenhang mit dem Medium Film können Zukunftsvorstellungen, wie beispielsweise zukünftige Wünsche, Hoffnungen, Ängste oder auch Befürchtungen unter neuen Blickwinkeln analysiert werden. Das Forschungsprojekt stellt eine Bestandsaufnahme von Zukunftsvorstellungen, welche im österreichischen Film präsentiert werden, vor. Des Weiteren wird dem Einfluss des Mediums Film auf die Gesellschaft und im Spezielleren in Österreich nachgegangen. Die Arbeit zeichnet sich durch eine Verknüpfung von soziologischen als auch filmwissenschaftlichen Elementen aus. Das Forschungsdesign dieser Arbeit lehnt sich an das methodische Konzept der Grounded Theory nach Corbin und Strauss (1996). Als theoretische Grundlage wird vorrangig das Konzept der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit von Berger und Luckmann (1966) verwendet. Durch das Verknüpfen dieser Gedankengänge konnte einerseits eine zufriedenstellende Typisierung thematischer Übereinstimmungen von Äußerungen mit einem zukünftigen Bezug gefunden werden, andererseits konnten innerhalb der Typen interessante Ebenen des Phänomens zutage gefördert werden. Das grundlegende Ergebnis der Arbeit stellt ein neues theoretisches Konzept dar, welches davon ausgeht, dass unterschiedliche Wissensbestände verschiedene Zukunftsvorstellungen fördern. Interessant hierbei ist, dass in den ausgewählten österreichischen Filmen eine objektivierte Zukunftsvorstellung einen Bruch in der filmischen Realität nach sich zieht.

Zusammenfassung (Englisch)

A film is a picture of a society, its values and norms, even more of its cultural realities, which it deals with consciously or unconsciously. Visions of the future provide an important perspective for the phenomenon of a society and its individuals however; this has been rarely analyzed. Future perspectives have a transcendent effect on reality, and consequently dominate the social space in which they are formulated. In connection with the medium of film, future perspectives such as future desires, hopes, fears or concerns could be analyzed from a new angle. The research project provides an inventory of ideas for the future, which are presented in the Austrian film. Furthermore, the influence of the medium of film on society is investigated, with a special focus on Austria. The paper is characterized by a combination of element taken from sociology and film studies. The research design from this paper is based on the methodological approach of the Grounded Theory by Corbin and Strauss (1996). The theoretical basis follows primarily the concept of social construction of reality by Berger and Luckmann (1966). By linking these ideas a satisfactory result could be found, on the one hand, a typification of thematic similarities of utterances with a future reference, and on the other hand, within these typifications interesting levels of the phenomenon could be uncovered. The fundamental result of the work shows a new theoretical concept, which assumes that different knowledge bases promote different ideas for the future. Interestingly, it seems that objective visions of the future in the selected Austrian films entail a break in the cinematic reality of the films.