Titelaufnahme

Titel
ADHS und Emotionserkennung : ein Go/ NoGO-Paradigma bei Kindern mit ADHS / Manfred Ortner
Verfasser/ VerfasserinOrtner, Manfred
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2011
Umfang113 Bl. : Zsfassung in engl. Sprache ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom / Gefühlsempfindung / Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom / Gefühlsempfindung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-30995 Persistent Identifier (URN)
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ADHS und Emotionserkennung [4.08 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizits-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben Schwierigkeiten mit ihrer Impulskontrolle und mit dem Erkennen von Emotionen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es herauszufinden, wie sich diese krankheitsbedingten Defizite auf die Hemmung von Verhalten bei emotionalen Stimuli auswirken. Aus diesem Grund bearbeiteten 22 Jungen, davon 10 mit ADHS, im Alter zwischen 8 und 12 Jahren, ein Go/ NoGo- Paradigma mit emotionalen Gesichtsausdrücken. In diesem Paradigma geht es darum, auf bestimmte Reize zu reagieren (Go- Stimuli) beziehungsweise nicht zu reagieren (NoGo- Stimuli). Das Untersuchungsmaterial setzte sich aus Abbildungen von Gesichtern zusammen, welche entweder Trauer, Ärger, Freude oder keine Emotion ausdrückten. Während der Untersuchung wurden sowohl Verhaltensdaten wie Fehlerhäufigkeiten und Reaktionszeiten registriert als auch eine EEG Messung durchgeführt, bei der die frontale N2-sowie die parietale P3- Komponente im Zentrum der Analysen standen. Auf Ebene der Verhaltensdaten wurde erwartet, dass die klinische Stichprobe längere Reaktionszeiten und höhere Fehlerhäufigkeiten aufweist und bei negativen emotionalen Stimuli dieser Effekt verstärkt auftritt. Die erwartete Wechselwirkung zwischen Emotionserkennung und Verhaltenshemmung konnte nicht beobachtet werden. Hyperaktive Kinder zeigten jedoch in allen Bedingungen erhöhte Fehlerhäufigkeiten im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Zusammenfassung (Englisch)

Children with an attention deficit / hyperactivity disorder (ADHD) have difficulties with their impulse control and with recognizing emotions. The aim of this study was to determine how these disease-related deficits affect the behavioral inhibition with emotional stimuli. Therefor 22 boys, ten with ADHD, aged between 8 and 12 years, edited a Go/ NoGo- paradigm with emotional facial expressions. The task in this paradigm is to respond to Go- stimuli respectively to not respond to NoGo- stimuli. The study material consisted of pictures of faces, which expressed either sadness, anger, joy or no emotion. During the study both behavioral data such as error rates and reaction times were registered and an EEG measurement was performed, in which the frontal N2 and the parietal P3 components were the center of the analysis. For the behavioral data was expected, that the clinical sample has longer reaction times and higher error rates and that for negative emotional stimuli this effects are reinforced. The expected interaction between emotion recognition and behavioral inhibition could not be observed. However hyperactive children showed under all conditions increased error rates compared to the control group.