Titelaufnahme

Titel
Oberflächen- elektromyographische Untersuchung neuromuskulärer Ermüdung bei Fliessbandarbeit / vorgelegt von Harald Hermann Penasso
Verfasser/ VerfasserinPenasso, Harald Hermann
Begutachter / BegutachterinTilp Markus
Erschienen2011
UmfangVIII, 115 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Fließbandarbeit / Neuromuskuläres System / Ermüdung / Elektromyographie / Fließbandarbeit / Neuromuskuläres System / Ermüdung / Elektromyographie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-30634 Persistent Identifier (URN)
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Oberflächen- elektromyographische Untersuchung neuromuskulärer Ermüdung bei Fliessbandarbeit [18.1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Methode der Oberflächenelektromyographie (SEMG, surface electromyography) wird zur Evaluation neuromuskulärer Ermüdung verwendet. Dazu werden 2 Testserien bei 1h bzw. 8h Fließbandarbeit durchgeführt. Die Parameter Root-Mean-Square (RMS) und Medianfrequenz (MF) werden erhoben. Signifikante Messreihen werden durch Rangkorrelation ermittelt und mit der gemeinsamen Analyse von Spektrum und Amplitude (JASA, joint analysis of spectrum and amplitude) analysiert. Ein arbeitsbezogener Parameter (Anzahl sortierter Gegenstände pro Zeit, Picks) wird den SEMG-Parametern gegenübergestellt. Es werden die 1h Tätigkeit, die gesamte 8h Tätigkeit inkl. 2 Pausen, die einzelnen Abschnitte um die Pausen und die Auswirkungen der Pausen untersucht.Die 1h Testserie zeigt, dass diese für die Muskeln im Allgemeinen nicht ermüdend ist. Der Pickparameter weist auf einen Lernprozess im Zuge der Tätigkeit hin.Die 8h Testserie mit einem Probanden und einer Probandin zeigt, dass es im Zuge dieser Tätigkeit zu neuromuskulärer Ermüdung kommen kann.Der erste Abschnitt der 8h Testserie könnte eine Eingewöhnungsphase für die Muskulatur darstellen, wobei sich die SEMG-Parameter im Wesentlichen kaum verändern.Der zweite Abschnitt zeigt einen gleichbleibenden muskulären Zustand bei zum größten Teil zunehmender Arbeitsleistung.Der dritte Abschnitt zeigt, dass Ermüdungserscheinungen möglicherweise durch eine verminderte Tätigkeit kompensiert werden.Die Analyse der Auswirkung der Pausen zeigt, dass die Arbeitstätigkeit nach der ersten Pause zunimmt. Die zweite Pause hat keinen Einfluss auf die Parameter. Es sind keine mit SEMG nachweisbaren Auswirkungen der Pause zu beobachten.Die Betrachtung der SEMG-Parameter zeigt, dass diese durch individuelle Bewegungsstrategien beeinflussbar sind. Neben den SEMG-Parametern ist ein bewegungsabhängiger Parameter zu betrachten. Zukünftige Testprotokolle sollten Dinge wie Motivation, Schmerzen, Seitigkeit und nichtlineares Ermüdungsverhalten berücksichtigen.

Zusammenfassung (Englisch)

Surface electromyography (SEMG) is used to determine neuromuscular fatigue. The present study deals with the evaluation of neuromuscular fatigue during sustained assembly-line work. It uses 2 test series (1h and 8h of work) to gather information from relevant muscles. The raw-signal is processed to the root-mean-square (RMS) parameter and to the median frequency (MF). Significant changes of the SEMG-parameters are specified with rank correlation. The joint analysis of spectrum and amplitude (JASA) is used for the interpretation. A direct work-dependent parameter (PICKS, number of items sorted in time) is opposed to the SEMG-parameters. The data of the 1h test series, the break including 8h test series, the breaks excluding periods of the 8h test series and the influence of the 2 breaks are analysed.The 1h test series indicates that this activity is generally non-fatiguing. The PICKS show that there is a learning process in the course of the activity.The 8h test series with the 2 probands indicates that neuromuscular fatigue can appear during this kind of workload. The first period of the 8h test series indicates that this period might be seen as a warm-up phase, with almost statistically unchanged SEMG-parameters.The middle period indicates that it does not influence the SEMG-parameters significantly, whereas the work-performance increases in most cases with time.The last period indicates that the probands slow their working speed to prevent neuromuscular fatigue.After the first break an increased working speed (PICKS) is found. The second break has no influence on the parameters. Concerning the SEMG-parameters, no changes are found around the breaks.The SEMG-parameters used in this study show, that they could be influenced by an individual strategy of movement. In addition to them a work-dependent parameter has to be analysed. Further protocols for dynamic movements should include influences like motivation, pain, laterality and non-linear fatigue.